Beim dritten DTM-Rennen der Saison am Lausitzring siegt Lucas Auer im Mercedes souverän und baut seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus.

Der nächste perfekte Tag für DTM-Überflieger Lucas Auer: Der Mercedes-Pilot aus Österreich hat das dritte Saisonrennen der Tourenwagenserie auf dem Lausitzring souverän für sich entschieden und sein Titel-Potenzial erneut unterstrichen.

Dank der Maximalausbeute von 28 Punkten für Pole Position und Rennsieg ist der 22 Jahre alte Neffe des neuen DTM-Bosses Gerhard Berger in der Gesamtwertung der Konkurrenz bereits deutlich davongezogen.

"Ich werde jetzt ein bisschen Gaudi machen mit Familie und Freunden, und dann geht es morgen schon wieder", sagte ein überglücklicher Auer, der von einem leichten Sieg nichts wissen wollte: "Ich habe die Reifen sehr hart rangenommen, deswegen musste ich am Ende sogar ein bisschen zurücknehmen."

Wickens überraschend auf Platz zwei

Hinter dem fehlerlosen Auer, der vor Jahresfrist auf dem Lausitzring seinen ersten von nunmehr drei DTM-Siegen gefeiert hatte, belegte sein bislang punktloser Mercedes-Markenkollege Robert Wickens (Kanada) den zweiten Rang. Audi-Pilot René Rast (Minden) fuhr als Dritter in seinem sechsten DTM-Rennen erstmals auf das Podium. Bester BMW-Pilot war der Belgier Maxime Martin auf Rang vier.

Der Lausitzring bleibt damit eine "Mercedes-Strecke". Auers Sieg war der 13. Erfolg der Stuttgarter in den letzten 22 Rennen auf dem Eurospeedway. "Das war ein extrem starkes Rennen von Lucas und Rob. Vor allem die Souveränität war beeindruckend", lobte Mercedes-DTM-Leiter Ulrich Fritz: "Doppelsieg und fünf Mercedes in den Top Ten sind ein super Start in das Rennwochenende."

Auer schon klar vorn

Vor dem vierten Lauf am Sonntag an gleicher Stelle (15.18 Uhr im LIVESTREAM) hat Auer in der Gesamtwertung mit 68 Punkten ein Polster von bereits 34 Zählern auf seinen ersten Verfolger, Mercedes-Markenkollege Gary Paffett, der in seinem 150. DTM-Rennen Sechster wurde.

Damit reist Auer, der beim Auftakt in Hockenheim Erster und Vierter war, als Meisterschaftsführender zur nächsten Station am Hungaroring vor den Toren Budapests (17./18. Juni).

Vorjahresmeister Marco Wittmann (Fürth) blieb als 13. ohne Punkte, in der Gesamtwertung belegt der BMW-Pilot mit 52 Punkten Rückstand auf Auer den neunten Rang.

Pole-Setter Auer erwischte einen perfekten Start und hielt sich in der engen ersten Kurve auf dem Lausitzring aus sämtlichen Zweikämpfen heraus. Auch im Hinterfeld blieben die erwarteten Kollisionen aus.

Auer setzte sich schnell von seinen Verfolgern ab und kontrollierte das Geschehen von der Spitze. Nach seinem reibungslosen Boxenstopp nach 18 von 44 Runden stand Auers Erfolg so gut wie fest.

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