Mack Beggs gewinnt in dieser Saison alle 56 Kämpfe © Getty Images

In den USA sorgt der Titelgewinn eines Transsexuellen im Ringen für Aufsehen. Der 17-jährige Mack Beggs triumphiert bei den Mädchen - und wird ausgebuht.

Der Titelgewinn eines 17 Jahre alten Transgender-Ringers im Bundesstaat Texas sorgt in den USA für Diskussionen. Mack Beggs hat sich in der Mädchen-Konkurrenz zum Champion gekrönt - in einer Saison mit 56 Siegen und keiner Niederlage.

Während den Wettkämpfen wurde Beggs immer wieder heftig ausgebuht. Teile des Publikums zeigten sich jedoch begeistert von den Auftritten des Kämpfers.

"Ich habe die Buhrufe gehört, aber ich habe mehr Anfeuerungen wahrgenommen", sagte Beggs OTL: "Ich habe mir gesagt: 'Wisst ihr was? Buht alle, wenn ihr wollt, weil ihr einfach nur hasst. Aber euer Hass bringt euch und mich nicht weiter'."

Mack Beggs
Mack Beggs holt sich die Staatsmeisterschaft von Texas © Getty Images

Neben den Buhrufen wurde Beggs laut eigener Aussage auch auf Übelste beschimpft und beleidigt. "Ich habe auch ohne Testosteron gewonnen, aber jetzt, da ich mehr gewinne, drehen die Leute durch. Einige bezeichnen mich als Betrüger", klagte Beggs an.

Regeländerungen stehen bevor

Beggs ist als Mädchen zur Welt gekommen, hat sich jedoch einer Testosteronbehandlung unterzogen. Er würde gerne gegen Jungen antreten, die Gesetze schreiben jedoch vor, dass man gegen das Geschlecht ringen muss, das in der Geburtsurkunde verzeichnet ist.

Durch die kontroverse Debatte im Anschluss an den Titelgewinn ist die Politik aber offenbar bereit, die Regeln zu ändern.

"Das Ringen mit den Jungen ist hart, sehr hart. Aber ich würde es machen", zeigte sich der Schüler der Trinity High School in Euless entschlossen.

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