In der neuen Halle im Olympiapark soll Eishockey und Basketball gespielt werden
In der neuen Halle im Olympiapark soll Eishockey und Basketball gespielt werden © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago

München - Uli Hoeneß und Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz planen eine neue Arena. Münchens Sportbürgermeisterin freut sich bei SPORT1 schon auf ein architektonisches Highlight.

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München bekommt eine neue Mega-Halle. Wie SPORT1 exklusiv berichtete, haben sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Red-Bull-Patriarch Dietrich Mateschitz auf den Bau einer Multifunktionsarena im Olympiapark geeinigt. Hier sollen künftig die Basketballer des FC Bayern und das Eishockeyteam des EHC Red Bull München ihre Heimspiele austragen.

Bei der Stadt München freut man sich schon jetzt auf ein neues architektonisches Highlight in der Isar-Metropole.

Münchens Sportbürgermeisterin Christine Strobl sagte im Gespräch mit SPORT1: "Red Bull hat ja schon mehrere solcher Anlagen gebaut. Es würde vermutlich nicht der Philosophie von Red Bull entsprechen, da jetzt irgendetwas hin zu bauen."

Die SPD-Politikerin weiter: "Dafür spricht ja auch die genannte Zahl von rund 100 Millionen Euro. Das ist ja keine kleine Summe. Ich bin guter Hoffnung, dass da kein 08/15-Bauwerk hingesetzt wird."

Mateschitz will 100 Millionen investieren

Mateschitz hatte am vergangenen Sonntag den Salzburger Nachrichten verraten: "Red Bull wird das alte Radstadion beim Olympiapark für Eishockey und Basketball bauen. Wir werden die Halle mit 10.000 Plätzen um rund 100 Millionen Euro vorfinanzieren."

Mateschitz will also klotzen statt kleckern. Wie genau die neue Arena aussehen wird, steht allerdings noch nicht fest. Mehrere Architekten werden voraussichtlich ihre Vorschläge einreichen.

Münchens 3. Bürgermeisterin Strobl erklärte: "Es wird wohl einen Wettbewerb geben. Stand jetzt liegen uns keine Entwürfe vor."

Red Bull kann kreativ sein

Der Münchner Olympiapark ist weltweit bekannt für seine einmalige Architektur.

Christine Strobl (SPD) ist Münchens Sportbürgermeisterin
Christine Strobl (SPD) ist Münchens Sportbürgermeisterin © Stadt München

Als der FC Bayern einst mit dem Gedanken spielte, das Olympiastadion zu modernisieren, sperrte sich Architekt Günter Behnisch gegen einen Umbau. Letztlich entschied sich der Verein dann für den Neubau der Allianz Arena.

Bei der geplanten neuen Halle kann es solche Probleme allerdings nicht geben, da das Grundstück am Rande des Olympiageländes liegt. Strobl erklärte: "In diesem Bereich ist das Urheberrecht nicht geltend. Das Ganze untersteht aber dem Ensembleschutz. Das heißt, eine Halle muss den Gegebenheiten angepasst werden."

Dies bedeutet aber gleichzeitig: Die neue Halle muss sich nicht streng an das Design von Olympiastadion oder Olympiahalle halten. Red Bull kann also kreativ sein.

2019? "Extrem sportlich"

Mateschitz will sein Prestige-Projekt bereits im Jahr 2019 fertigstellen.

Strobl sieht diesen Zeitrahmen allerdings skeptisch: "Das halte ich für extrem sportlich. Wir haben jetzt Anfang 2017. Es kommt darauf an, wie schnell jetzt die Verhandlungen verlaufen. Je schneller das geht, desto positiver."

Nach SPORT1-Informationen ist für Anfang oder Mitte Februar ein weiteres Gipfeltreffen zwischen Mateschitz und Hoeneß zum Thema geplant. 

Die Stadtverwaltung hat noch keinen konkreten Termin mit den Red-Bull-Verantwortlichen und den Bayern-Bossen, erklärte Strobl.

Wie der FC Bayern wird die Stadt München ebenfalls Mieter in der neuen Halle sein: Auch Schulsport, Vereinssport und Publikumseislauf sollen ihren Platz in der modernen Arena finden.

Dass Mateschitz mit seinen Planungen ohne Absprache öffentlich vorpreschte, stört Strobl nicht. Im Gegenteil: "Dass Herr Mateschitz jetzt so offensiv an die Presse gegangen ist, zeigt ja nur, dass von Seiten Red Bulls ein großes Interesse daran besteht, die Halle zu realisieren."

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