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Richard McLaren reagiert zurückhaltend auf das russische Doping-Geständnis © Getty Images

Nach dem russischen Doping-Geständnis vermutet WADA-Chefermittler Richard McLaren, dass Russland so weitere Ermittlungen verhindern wolle.

WADA-Chefermittler Richard McLaren hat zurückhaltend auf das russische Doping-Geständnis reagiert. "Das ist Schadensbegrenzung", sagte McLaren der New York Times.

Der Kanadier zeigte sich allerdings zufrieden damit, dass russische Offizielle seine Erkenntnisse nicht mehr in Zweifel zögen: "Fakten können unterschiedlich bezeichnet werden. Es ist ein bisschen ein Spiel mit Worten und Bezeichnungen." Gleichzeitig vermutete McLaren, dass mit dem Eingeständnis womöglich weitere Untersuchungen verhindert werden sollen.

In der New York Times hatten am Dienstag erstmals russische Offizielle systematisches Doping bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi eingestanden. "Es war eine institutionelle Verschwörung", hatte Anna Anzeljowitsch, Generaldirektorin der derzeit suspendierten russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA, gesagt.

"Aus meiner Sicht als ehemaliger Sportminister und ehemaliger Präsident des nationalen olympischen Komitees haben wir eine Menge Fehler gemacht", sagte der Vorsitzende des Anti-Doping-Ausschusses, Wladimir Smirnow. Den Vorwurf eines staatlichen Dopingsystems wiesen aber beide zurück.

McLaren hatte in zwei Berichten ein weitverbreitetes Dopingsystem in Russland nachgewiesen. Über 1000 Athleten sollen darin involviert gewesen sein.

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