ATHLETICS-WORLD-2017
Pierre-Ambroise Bosse gewinnt als erster Europäer seit 2001 Gold über 800 m © Getty Images

Der Franzose Pierre-Ambroise Bosse durchbricht über 800 m die Dominanz der Läufer aus Afrika. Auf Platz zwei landet der Europameister.

Pierre-Ambroise Bosse hat bei der Leichtathletik-WM in London als erster Franzose Gold über 800 m gewonnen und die afrikanische Dominanz über die zwei Stadionrunden durchbrochen.

Der 25-Jährige setzte sich in 1:44,67 Minuten vor dem polnischen Europameister Adam Kszczot (1:44,95) durch, der wie vor zwei Jahren in Peking Silber holte. Dritter wurde der Kenianer Kipyegon Bett (1:45,21).

Seit dem Triumph des Schweizers Andre Bucher 2001 hatten nur in Afrika geborene Läufer WM-Gold über 800 geholt. Bosse ist nach Willi Wülbeck (1983) und Bucher der dritte in Europa geborene Weltmeister über diese Distanz. 1995, 1997 und 1999 hatte der gebürtige Kenianer Wilson Kipketer für Dänemark gesiegt.

Olympiasieger und Weltrekordler David Rudisha (Kenia) hatte seinen Start wegen einer Muskelzerrung im Oberschenkel absagen müssen. Sein Landsmann Emmanuel Korir, der als Jahresweltbester nach London gereist war, hatte sich im Halbfinale verabschiedet. Der deutsche Starter Marc Reuther (Wiesbaden) war im Vorlauf ausgeschieden. 

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