16th IAAF World Athletics Championships London 2017 - Day One
Wollte im Halbfinale zu viel: Konstanze Klosterhalfen © Getty Images

London - Deutschlands Lauf-Hoffnung Konstanze Klosterhalfen verpasst bei der Leichtathletik-WM das Finale über 1500 Meter. Im Halbfinale zahlt sie am Ende Lehrgeld.

Deutschlands Lauf-Hoffnung Konstanze Klosterhalfen hat bei der Leichtathletik-WM in London das Finale über 1500 Meter verpasst. Die 20-Jährige ergriff im Halbfinallauf spektakulär die Flucht nach vorne, wurde aber eingeholt und auf der Schlussgeraden nach hinten durchgereicht. Nach 4:06,58 Minuten kam sie als Achte ihres Halbfinals ins Ziel.

Klosterhalfens Taktik, sich früh von den Konkurrentinnen abzusetzen, ging somit nicht auf. "Das war so geplant, aber die anderen sind auch saustark", sagte sie: "Ich dachte, es reicht so, aber wenigstens habe ich alles gegeben."

Klein springt für Klosterhalfen ein

Klosterhalfen war in diesem Jahr als erste Deutsche seit der Wiedervereinigung unter vier Minuten über 1500 geblieben und hatte damit als jüngste Läuferin der Geschichte das Triple aus 800 Meter unter zwei Minuten (1:59,65), 1500 Meter unter vier und die 5000 Meter (14:51,38) unter 15 Minuten erreicht.

Hanna Klein qualifizierte sich dagegen überraschend für den Kampf um die Medaillen am Montag (22.50 Uhr im LIVETICKER). Sie belegte in 4:04,45 Minuten Platz fünf ihres Laufs.

"Ich bin komplett geflasht, ich kann es nicht glauben", sagte Klein, die Weltrekordlerin und Titelverteidigerin Genzebe Dibaba hinter sich ließ, in der ARD. Die Äthiopierin kam nur durch die Zeitregel (4:05,33) weiter.

Keine Blöße gaben sich dagegen 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya (4:03,80/Südafrika) und 1500-m-Olympiasiegerin Faith Kipyegon (4:03,54/Kenia).

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