Jennifer Oeser (l.) und Jessica Enis-Hill freuen sich über die verspäteten Medaillen der WM 2011 © Imago

Späte Ehre für Siebenkämpferin Jennifer Oeser. In London erhält sie nachträglich Silber der WM 2011. Die damalige Siegerin wird nachträglich wegen Doping disqualifiziert.

Siebenkämpferin Jennifer Oeser hat am Sonntag in London mit sechs Jahren Verspätung ihre Silbermedaille der Weltmeisterschaften 2011 erhalten.

Im Olympiastadion wurde die 33 Jahre alte Leverkusenerin vor Beginn der Abend-Veranstaltung am dritten Wettkampftag der WM in einer Zeremonie gemeinsam mit der Britin Jessica Ennis-Hill geehrt, der unter großem Jubel nachträglich Gold überreicht wurde.

Der Russin Tatjana Tschernowa, die 2011 zunächst den Titel geholt hatte, war dieser aberkannt worden, nachdem sie bei Nachtests des Blutdopings überführt worden war. Tschernowa war für drei Jahre und acht Monate gesperrt worden. Sämtliche Ergebnisse zwischen dem 15. August 2011 und 22. Juli 2013 wurden annulliert.

"Ich freue mich sehr darüber, in London nach über sechs Jahren der Gerechtigkeit ein Stück näher zu kommen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung", hatte Oeser gesagt, die Ende Juni ihr Karriereende verkündet hatte.

Ennis-Hill, die derzeit mit ihrem zweiten Kind schwanger ist und ebenfalls ihre Laufbahn beendet hat, wurde damit zur dreimaligen Weltmeisterin. "Es ist total unglaublich, hier in London noch einmal eine Medaille zu erhalten, wo ich 2012 Olympiasiegerin geworden bin", sagte die 31-Jährige.

Insgesamt elf Einzel-Athleten und fünf Staffeln werden in London nachträglich mit Medaillen ausgezeichnet, nachdem diverse Dopingsünder der vergangenen Weltmeisterschaften überführt worden waren. Die ersten Siegerehrungen waren bereits am Freitag vor dem ersten Wettkampf abgehalten worden.

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