ATHLETICS-WORLD-2017
Geoffrey Kipkorir Kirui holt mit seinem Sieg im Marathon das erste Gold für Kenia bei der Leichtathletik-WM in London © Getty Images

Im Marathon gewinnt Kenia das erste Gold bei diesen Titelkämpfen. Geoffrey Kirui setzt sich bei einer WM-Premiere durch. Bei den Frauen geht Gold an Rose Chelimo.

Der Kenianer Geoffrey Kirui hat bei der Leichtathletik-WM in London Gold im Marathon gewonnen.

Der 24-Jährige setzte sich auf einem Rundkurs mit Start und Ziel auf der weltberühmten Tower Bridge in 2:08:27 Stunden vor dem Äthiopier Tamirat Tola (2:09:49) und Alphonce Simbu aus Tansania (2:09:51) durch. 

Für die Kenianer, 2015 bei der WM in Peking erfolgreichste Nation, war es das erste Gold bei den Titelkämpfen an der Themse. Vor Hunderttausenden Zuschauern überraschte der Brite Callum Hawkins beim Heimspiel als Vierter (2:10:17). Ein deutscher Läufer war nicht am Start.

Erstmals in der WM-Geschichte wurde der Marathon komplett außerhalb des Stadions ausgetragen. Auch die vier Geher-Wettbewerbe starten und enden am kommenden Sonntag nicht in der Londoner Arena, sie werden auf der Prachtstraße The Mall unweit des Buckingham Palace veranstaltet. 

Die ganz großen Namen fehlten beim WM-Marathon. Kenias Olympiasieger Eliud Kipchoge, der Anfang Mai bei einem vielbeachteten Versuch auf der Formel-1-Strecke in Monza in 2:00:25 Stunden die Zwei-Stunden-Marke knapp verpasst hatte, war zwar zunächst nominiert worden, erklärte aber später seinen Verzicht. 

Auch Weltrekordler Dennis Kimetto und sein Vorgänger Wilson Kipsang (beide Kenia) fehlten und werden stattdessen einen der lukrativen Herbst-Marathons laufen. Äthiopiens Topstar Kenenisa Bekele war wegen schwacher Form nicht nominiert worden, Peking-Weltmeister Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea war ebenfalls nicht am Start.

Frauen-Gold für Bahrein - Tola 22.

Bei den Frauen gewann die seit 2016 für Bahrain startberechtigte gebürtige Kenianerin Rose Chelimo.

Die 28-Jährige setzte sich nach 42,195 km in 2:27:11 Stunden vor der zweimaligen Weltmeisterin Edna Ngeringwony Kiplagat (37) aus Kenia (2:27:18) durch. Bronze ging an die zeitgleiche US-Amerikanerin Amy Cragg (33).

Chelimo revanchierte sich damit für die Niederlage beim Boston Marathon im April, damals hatte sich Kiplagat kurz vor dem Ziel entscheidend abgesetzt. Die Braunschweigerin Fate Tola, gebürtig aus Äthiopien, beendete den Lauf nach 2:33:39 Stunden auf Platz 22.

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