David Storl kämpft um eine Medaille
David Storl wurde schon vor sechs Jahren Weltmeister © Getty Images

London - Kugelstoßer David Storl macht schon mit dem ersten Versuch den Einzug in den Endkampf klar. Auch Dreispringerin Kristin Gierisch hat ihr Finale erreicht

Der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat bei der Leichtathletik-WM in London mühelos die Qualifikation überstanden.

Der 27-Jährige stieß im ersten Versuch 21,41 Meter  und blieb damit deutlich über der für das Finale am Sonntag (ab 21.35 Uhr MESZ im LIVETICKER) geforderten Marke von 20,75.

Einen starken Eindruck hinterließ Hallen-Weltmeister Tom Walsh (Neuseeland), der im ersten Versuch auf 22,14 Meter kam.

"Ich bin echt gut reingekommen, das gibt Selbstvertrauen", sagte der 27 Jahre alte Leipziger: "Die Qualifikationsweite war nicht ohne, die habe ich auch nicht in jedem Wettkampf gestoßen. Aber ich habe ein gutes Gefühl bin gut vorbereitet."

Storl war 2011 zum jüngsten Kugelstoß-Weltmeister der Geschichte avanciert und hatte seinen Titel 2013 erfolgreich vereidigt. 2015 holte Storl in Peking Silber.

Klaas mit Zitterpartie

Eine Zitterpartie erlebte Kathrin Klaas im Hammerwerfen. Der WM-Vierten von 2009 reichten in der Qualifikation als Zwölfte 70,33 m, um ins Finale einzuziehen. Susen Küster hatte mit ihren 62,33 m keine Chance. Titelverteidigerin und Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk (Polen) überzeugte mit 74,61 m. Betty Heidler hatte nach Olympia in Rio ihre Karriere beendet.

Die deutsche Meisterin Kristin Gierisch zog derweil ins Dreisprung-Finale (Montag, 21.25 Uhr MESZ im LIVETICKER) ein. Die 26-Jährige überbot in der Qualifikation im dritten Versuch mit 14,25 m die geforderte Weite (14,20). Neele Eckhardt schaffte es mit 14,07 m noch über die Weitenregel ins Finale.

Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Caterine Ibarguen (14,21/Kolumbien) gab sich ebenso wie die Weltjahresbeste Yulimar Rojas (14,52/Venezuela) keine Blöße. Ibarguen peilt an der Themse einen Titel-Hattrick an.

Schäfer auf Medaillenkurs

Carolin Schäfer erwischte einen starken Start in den Siebenkampf. Die 25-Jährige lief über die 100-m-Hürden 13,09 Sekunden und überquerte 1,86 m im Hochsprung. Mit 2165 Punkten liegt die Olympiafünfte von Rio damit nach zwei Disziplinen auf Rang drei. Auch in Götzis, als Schäfer ihre Bestleistung auf 6836 Punkte steigerte, hatte sie nach dem Hochsprung 2165 Zähler auf dem Konto.

Topfavoritin und Olympiasiegerin Nafissatou Thiam blieb mit 13,54 Sekunden und 1,95 m etwas unter ihren Möglichkeiten, trotzdem führt sie das Feld mit 2215 Punkten an. In Götzis knackte die Belgierin mit 7013 Punkten erst als vierte Athletin der Geschichte die 7000er-Marke. Die Frankfurterin Claudia Salman-Rath kann mit ihren 13,52 Sekunden und 1,74 m wie Schäfer zufrieden sein. Mit 1950 Punkten liegt die WM-Vierte von 2013 auf Rang 16.

Van Niekerk lässig im Finale

Olympiasieger und Titelverteidiger Wayde van Niekerk (Südafrika) joggte lässig ins Halbfinale über 400 m (Sonntag, 20.40 Uhr MESZ im LIVETICKER).

Der 25-Jährige lief sehr dosiert 45,27 Sekunden und sparte so Kräfte für das Finale (Dienstag, 22.50 Uhr MESZ im LIVETICKER). Bei seinem Triumph in Rio hatte van Niekerk den Weltrekord auf 43,03 Sekunden verbessert.

An der Themse strebt van Niekerk diesmal das Double an, Gold über 400 und 200 m - das hat seit Michael Johnson (USA) 1995 kein Sprinter mehr geschafft. Usain Bolt (Jamaika) verzichtet in London auf einen Start über die halbe Stadionrunde.

Van Niekerks ärgste Konkurrenten Fred Kerley (44,92/USA) und Isaac Makwala (44,55/Botswana) kamen ebenso locker eine Runde weiter. Ex-Weltmeister LaShawn Merritt (USA) qualifizierte sich mit 45,00 Sekunden für die nächste Runde.

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