Karsten Warholm gewann bei der Leichtathletik-WM Gold über 400 Meter Hürden
Karsten Warholm gewann bei der Leichtathletik-WM Gold über 400 Meter Hürden © Getty Images

Der bei der Leichtathletik-WM grassierende Norovirus sorgt für viele Irritationen. Auch das Gratulieren nach Wettkämpfen soll verboten sein.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des hoch ansteckenden Norovirus bei der Leichtathletik-WM in London hat der Weltverband IAAF offenbar eine Art Kontaktsperre ausgegeben. Laut Leif Olav Alnes, dem Trainer des neuen 400-m-Hürden-Weltmeisters Karsten Warholm (Norwegen), habe die IAAF eine Anweisung an die Athleten herausgegeben, auf gegenseitige Umarmungen und andere körperliche Gratulationsbekundungen nach den Wettkämpfen zu verzichten.

"Es wurde eine Mitteilung ausgesandt, dass man es nach den Läufen vermeiden solle, aufeinander zuzugehen", sagte Alnes der schwedischen Zeitung Expressen auf die Frage, warum keiner der Gegner Warholm nach dessen Überraschungssieg am Mittwochabend gratuliert habe. "Ich bin mir sicher, dass dies die Ursache war", sagte der Trainer.

Anweisung an deutsche Athleten

Auch die deutschen Athleten wurden von der Teamleitung angewiesen, als Vorsichtsmaßnahme gegen die Magen-Darm-Erkrankungen verstärkt Desinfektionsmittel zu benutzen, sich regelmäßig die Hände zu waschen, überschwängliche Umarmungen, Handshakes sowie offen liegendes Obst zu meiden. Wer dagegen verstößt, wird nach Hause geschickt.

Der 21-jährige Warholm setzte sich im Finale in 48,35 Sekunden vor dem Türken Yasmani Copello (48,49) durch, Bronze sicherte sich Olympiasieger Kerron Clemont aus den USA (48,52).

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