Gina Lückenkemper gewann den DM-Titel über 100 Meter
Gina Lückenkemper würde die Spitzensportförderung reformieren © Getty Images

Die Sprinterin sieht bei der deutschen Spitensportförderung Verbesserungspotenzial. In anderen Ländern sei die finanzielle Absicherung deutlich besser.

Sprinterin Gina Lückenkemper hat sich für eine Reform der Spitzensportförderung in Deutschland ausgesprochen.

Die 20-Jährige wünscht sich, dass sich "etwas ändern würde", sagte sie dem ZEITmagazin: "Solange ich oben mit dabei bin, kann ich von der Leichtathletik leben. Sollte das aber vorbei sein – und das kann schnell passieren – wird es sehr schwierig."

In anderen Ländern erhielten die Athleten "mehr finanzielle Unterstützung", sagte Lückenkemper, die zuletzt bei der Leichtathletik-WM in London als erste Deutsche seit 26 Jahren über 100 m unter der Schallmauer von elf Sekunden geblieben war.

Dadurch seien diese, "wenn Erfolge ausbleiben, erst mal abgesichert", sagte Lückenkemper. Sie habe allerdings auch nie damit gerechnet, dass sie mit der Leichtathletik wohlhabend werden würde: "Hätte ich reich werden wollen, hätte ich mir etwas anderes aussuchen müssen."

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