Leon Schäfer gewinnt bei der Para-WM in London Bronze im Weitsprung
Leon Schäfer gewinnt bei der Para-WM in London Bronze im Weitsprung © Getty Images

Mathias Schulze und Leon Schäfer bescheren dem deutschen Verband bei der Para-Leichtathletik-WM die Medaillen elf und zwölf.

Routinier Mathias Schulze und Nachwuchshoffnung Leon Schäfer haben bei der Para-Leichtathletik-WM in London Silber beziehungsweise Bronze gewonnen. Damit hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bislang zwölf Medaillen auf dem Konto.  

Der 33-jährige Schulze (Magdeburg) landete im Kugelstoßen mit einer persönlichen Bestmarke von 15,31 m hinter dem Chinesen Enlong Wei (15,64 m) auf dem zweiten Rang. "Ich habe am Anfang etwas mit Handbremse geworfen. Dann lief es aber gut, am Ende wollte ich vielleicht etwas zu viel. Jetzt bin ich glücklich", sagte Schulze, dem die linke Hand fehlt.

Für den Wurfspezialisten war es die zweite WM-Medaille nach Bronze 2013 in Lyon. Zur Belohnung will Schulze seinen Betreuer Alex Holstein in London in das Restaurant des englischen Starkochs Jamie Oliver einladen.

Schäfer holt Bronze im Weitsprung

Der oberschenkelamputierte Schäfer (20) indes kam im Weitsprung mit 6,25 m auf den dritten Rang. "Bronze, das hört sich cool an. Ich weiß noch nicht, wo die Medaille hinkommt, vielleicht ins Wohnzimmer", sagte der Leverkusener Schäfer, der bei den Paralympics in Rio 2016 Vierter geworden war.

Wegen einer Knochenkrebs-Erkrankung hatte sich der frühere Fußballer, der schon zu einem Stützpunkt-Training des DFB eingeladen war, mit zwölf Jahren ein Teil seines Beines abnehmen lassen müssen.

Damit hat das DBS-Team bislang jeweils viermal Gold, Silber und Bronze auf dem Konto. Bei der letzten Para-WM der Leichtathleten 2015 in Doha/Katar kam die deutsche Auswahl auf insgesamt 24 Medaillen (8 Gold, 7 Silber, 9 Bronze).

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