Jessica Ennis-Hill darf nachträglich WM-Gold bejubeln
Jessica Ennis-Hill darf nachträglich WM-Gold bejubeln © Getty Images

Nach der Dopingsperre gegen die Russin Tatjana Tschernowa rutscht die Britin auf den Gold-Rang bei der WM 2011. Auch eine deutsche Siebenkämpferin profitiert.

Großbritanniens früherer Leichtathletik-Star Jessica Ennis-Hill erhält am 6. August verspätet WM-Gold.

Nach der Dopingsperre gegen die russische Siebenkämpferin Tatjana Tschernowa wird der 31-Jährigen im Rahmen der Weltmeisterschaften in London (4. bis 13. August) die Goldmedaille der Titelkämpfe von 2011 verliehen. In Daegu/Südkorea hatte Ennis-Hill damals hinter Tschernowa Silber gewonnen. Die Deutsche Jennifer Oeser rutscht vom Bronze- auf den Silber-Rang.

Es ist nach Berlin 2009 und Peking 2015 das dritte WM-Gold in ihrer Sammlung. Ennis-Hill, die nach Silber bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro im Vorjahr von der Leichtathletik-Bühne getreten war, hatte vier Jahre zuvor in London Olympiagold gewonnen.

Neben Ennis-Hill wird auch der US-amerikanischem 4x400m-Staffel nachträglich WM-Gold verliehen. Die 2013 in Moskau zunächst siegreiche russische Mannschaft war wegen eines Dopingvergehens ihrer Schlussläuferin Antonina Kriwoschapka disqualifiziert worden. Das US-Team wird die Medaillen am 4. August, dem Eröffnungstag der Wettkämpfe in London, erhalten.
   Tschernowa war wegen Blutdopings für drei Jahre und acht Monate gesperrt worden. Sämtliche Ergebnisse zwischen dem 15. August 2011 und 22. Juli 2013 wurden annulliert.

Weiterlesen