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Kugelstoßer David Storl ist noch nicht in WM-Form © Getty Images

Die Leichtathletik-Asse David Storl, Katharina Molitor und Raphael Holzdeppe präsentieren sich beim Diamond-League-Meeting in Lausanne nicht in WM-Form.

Platz fünf für Kugelstoßer David Storl, Platz zehn für Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor und Stabhochspringer Raphael Holzdeppe: Die deutschen Leichtathletik-Asse haben beim Diamond-League-Meeting in Lausanne nur Nebenrollen gespielt und müssen sich für die WM in einem Monat in London noch teilweise deutlich steigern.

Der zweimalige Weltmeister Storl erreichte beim überlegenen Erfolg von Olympiasieger Ryan Crouser (USA) 21,17 m und blieb damit 14 Zentimeter hinter seiner Saisonbestleistung zurück. Sein US-Konkurrent lieferte dagegen erneut einen Beweis seiner Stärke ab und ist bei der WM absoluter Goldfavorit: Viermal stieß er über 22 Meter, am Ende siegte er mit 22,39 - Meetingrekord. 

Molitor elf Meter hinter der Besten

Bis zum Saisonhöhepunkt muss sich auch Titelverteidigerin Molitor noch deutlich steigern. Die Leverkusenerin kam in Lausanne nicht über 57,03 Meter hinaus und belegte beim Sieg der Rio-Olympiasiegerin Sara Kolak (Kroatien) den zehnten und letzten Platz.

Die erst 22-jährige Kolak sicherte sich den Sieg im letzten Versuch mit starken 68,43 und stellte mit dem bisher weitesten Wurf des Jahres auch einen Landesrekord sowie einen U23-Europarekord auf. Molitor hat derzeit eine Saisonbestleistung von 62,26 zu Buche stehen, bei ihrem WM-Triumph 2015 in Peking gewann sie mit 67,69 Metern.

Vize-Weltmeister Holzdeppe riss in der Schweiz dreimal 5,73 Meter und konnte mit 5,53 nicht in die Entscheidung eingreifen. In dieser Saison hat Holzdeppe bereits 5,80 und damit die WM-Norm übersprungen.

Kutschina scheitert an Weltrekordhöhe

Für das sportliche Highlight sorgte die russische Weltmeisterin Marija Kutschina im Hochsprung. Die 24-Jährige übersprang 2,06 Meter und riss anschließend dreimal die Weltrekord-Höhe von 2,10. 

Eine Weltjahresbestleistung stellte über 5000 Meter Muktar Edris auf. Der Äthiopier lief in 12:55,23 Minuten gleichzeitig auch Meetingrekord.

Im Fernduell mit Superstar Usain Bolt liegt der Olympiazweite Justin Gatlin weiter in Führung. Der umstrittene US-Sprinter gewann in 9,96 Sekunden, der achtmalige Olympiasieger Bolt hat derzeit nur eine Saisonbestleistung von 10,03 zu Buche stehen.

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