Carolin Schäfer liegt auf Rang fünf
Carolin Schäfer zeigt eine starke Vorstellung © Getty Images

Carolin Schäfer liefert beim Mehrkampf-Meeting in Götzis eines außergewöhnliche Leistung ab und wird knapp geschlagen. Rico Freimuth gibt ein ordentliches Comeback.

Siebenkämpferin Carolin Schäfer (Frankfurt) ist beim Mehrkampf-Meeting in Götzis mit einer Top-Leistung in die absolute Weltspitze gestürmt. 

Die 25-Jährige verbesserte ihre bisherige Bestleistung um 279 Zähler auf ganz starke 6836 Punkte und musste sich bei dem Traditionsmeeting in Österreich nur der erst 22 Jahre alten Olympiasiegerin Nafissatou Thiam (7013) geschlagen geben. Die Belgierin knackte als erst vierte Frau der Geschichte die magische 7000-Punkte-Marke.

Im Zehnkampf feierte der WM-Dritte Rico Freimuth (Halle/Saale) nach einem Seuchenjahr ein ordentliches Comeback. 

"Ein Wahnsinns-Mehrkampf"

Der 29-Jährige sammelte 8365 Punkte und wurde beim Sieg des Vizeweltmeisters Damian Warner aus Kanada (8591) Dritter. Nach seinem Bronze-Coup von Peking konnte Freimuth im Olympiajahr 2016 keinen Zehnkampf zu Ende bestreiten. Mathias Brugger (Ulm) hakte mit Bestleistung von 8294 Zählern ebenfalls die Norm (8100) ab.

Schäfer liegt nach ihrer Gala-Vorstellung nun auf Rang fünf der ewigen deutschen Bestenliste und gehört nach den Rücktritten von London-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Jessica Ennis-Hill (Großbritannien) sowie Brianne Theisen-Eaton (Kanada) nun auch zu den Favoritinnen auf eine Medaille bei den Weltmeisterschaften in London (4. bis 13. August).

"Mir fehlen die Worte. Manchmal läuft's einfach. Ein Wahnsinns-Mehrkampf", hatte Schäfer schon nach dem ersten Tag gesagt. 

Auch Salman-Rath gelingt Bestleistung

Im Sog der Olympia-Fünften knackte auch Claudia Salman-Rath (Frankfurt) mit neuer Bestleistung von 6580 Punkten als Fünfte die geforderte Norm (6200) für die Titelkämpfe in London. Laura Ikauniece-Admidina (Lettland/6815) wurde Dritte. Die ehemalige Vizeweltmeisterin Jennifer Oeser (Leverkusen) musste wegen Rückenproblemen schon nach der zweiten Disziplin aufgeben.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) vergibt nach dem Meeting in Ratingen (24./25. Juni) endgültig die Tickets für London.

Nach Arthur Abele (Ulm) hatte auch Kai Kazmirek (Neuwied) seinen Start in Götzis abgesagt. Der Olympiavierte verletzte sich bei seinem letzten Training vor der ersten Qualifikationschance für London am Fuß. Abele hatte wegen einer Erkältung passen müssen. Der extrem starke Olympiazweite Kevin Mayer (Frankreich) will vor der WM keinen Zehnkampf bestreiten. Weltrekordler und Olympiasieger Ashton Eaton (USA) hatte nach Rio seine Karriere beendet.

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