Tim Lobinger
Tim Lobinger arbeitete vier Jahre lang im Trainerstab bei RB Leipzig © Imago

Tim Lobinger ereilt ein schwerer Schicksalsschlag. Der ehemalige Weltklasse-Stabhochspringer und Ex-Mitarbeiter von RB Leipzig ist an Leukämie erkrankt.

Schlimme Diagnose für Tim Lobinger: Der ehemalige Stabhochspringer ist an Leukämie erkrankt. Das teilte das Management des 44-Jährigen der DPA mit.

"Bisher reagiert Tim positiv auf die äußerst aggressive Behandlung, was ihn und die behandelnden Münchner Ärzte vorsichtig optimistisch stimmt. Dennoch wird der Heilungserfolg von vielen Faktoren abhängen", heißt es in dem Statement.

Die Diagnose hatte Lobinger im März dieses Jahres erhalten. Nachdem der Wahl-Münchner bereits eine stationäre Behandlung mit Chemotherapie hinter sich hat, ist nun eine Stammzelltransplantation geplant.

Prokop reagiert bestürzt

Lobinger war der erste deutsche Stabhochspringer, der unter freiem Himmel die Sechs-Meter-Marke übersprang. Dies gelang ihm im Jahr 1997. Sechs Jahre später gewann er in Birmingham Gold bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten. Bei Freiluft-Europameisterschaften holte Lobinger insgesamt drei Medaillen.

Nach dem Ende seiner Sportler-Karriere arbeitete der viermalige Olympia-Teilnehmer vier Jahre lang als Athletik-Trainer bei den Fußballern von RB Leipzig und kehrte 2016 mit seiner Familie nach München zurück. Dort baut er derzeit als Spezialist für Spitzensportler ein Trainingszentrum auf.

"Die Nachricht hat mich mit großer Bestürzung erfüllt. Tim war viele Jahre lang ein Aushängeschild der Leichtathletik und einer der populärsten Athleten", sagte DLV-Präsident Clemens Prokop: "Es ist menschlich sehr berührend. Wir können Tim nur alles Gute wünschen und die Daumen drücken, dass die medizinische Behandlung Erfolg hat."

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