ATHLETICS-DOPING-CORRUPTION-IAAF-RUS
Sebastian Coe muss sich wieder vor dem britischen Parlament verantworten © Getty Images

IAAF-Präsident Sebastian Coe wird im Zuge der Aufarbeitung des Doping- und Korruptionsskandals im Leichtathletik-Weltverband erneut vor den zuständigen Ausschuss des britischen Parlaments geladen.

Das bestätigte der Ausschussvorsitzende Damian Collins der Nachrichtenagentur AFP. Am Dienstag hatte eine Befragung des ehemaligen 10.000-m-Weltrekordlers David Bedford Hinweise auf Ungereimtheiten in Coes Aussagen vor dem Ausschuss im vergangenen Dezember gegeben.

"Sebastian Coes Aussage hat an Glaubwürdigkeit verloren", sagte Collins. Ob der 60-jährige Coe allerdings bei dem angedachten Termin Ende Januar erscheint, ist fraglich. In einem Statement der IAAF im Anschluss an die Sitzung hieß es, dass Coe "keine weiteren Informationen" geben könne.

Konkret geht es um den Vorwurf, dass Coe schon weit früher von den Ausmaßen des Doping- und Korruptionsskandals unter seinem Vorgänger Lamine Diack Kenntnis hatte, als er bisher zugab.

Bedford hatte Coe in einer E-Mail bereits im August 2014 von Erpressungsvorwürfen berichtet. Coe behauptete bisher immer, er habe die E-Mail an die IAAF-Ethikkommission weitergeleitet - ohne sie selbst zu lesen. Zu dieser Zeit war der Brite Vizepräsident des Verbands. 

Weiterlesen