Wrestling-Legende Jimmy "Superfly" Snuka
Jimmy 'Superfly' Snuka (l.) bei Wrestlemania 25 im Jahr 2009. © Getty Images

"Superfly" Jimmy Snuka, Hall-of-Fame-Mitglied von WWE und wegen eines ungeklärten Kriminalfalls umstrittene Figur, ist an der Folgen seiner Krebserkrankung gestorben.

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Wrestling-Legende "Superfly" Jimmy Snuka ist tot.

Die Wrestling-Legende - die wegen eines ungeklärten Kriminalfalls bis zuletzt im Zwielicht stand - litt seit 2015 an Magenkrebs und erhielt Anfang Dezember die Diagnose, dass er nur noch maximal ein halbes Jahr maximal zu leben habe. Nun hat er den Kampf gegen den Krebs verloren.

Spektakuläre Flugaktionen von Snuka

Der auf den Fidschi-Inseln geborene Snuka - bürgerlicher Name: James Reiher - wurde berühmt als Gegenspieler des 2015 verstorbenen Roddy Piper.

Snuka war seit 1969 im Ring aktiv gewesen, er hob sich zu seiner Zeit vor allem durch damals ungewohnte Flugaktionen von der Masse ab - vor allem der "Superfly Splash", sein Sprung vom obersten Seil auf den am Boden liegenden Gegner, sorgte damals für Aufsehen. 1983 legte er die Aktion im New Yorker Madison Square Garden gar von einem fünf Meter hohen Stahlkäfig hin, was mehrere Wrestler später als Inspirationsquell für ihre eigene Karriere angaben.

Erfolgreich war auch sein Programm mit Piper, der ihn in einem legendären Segment einmal mit einer Kokosnuss niederschlug. Snuka war 1991 zudem der erste Gegner des Undertaker beim Großereignis WrestleMania, bevor er ab Mitte der Neunziger nur noch für Nostalgie-Auftritte in den Ring stieg.

Publikumsliebling - und umstrittene Figur

Snuka ist trotz seiner Popularität auch eine umstrittene Figur: Im Jahr 1983 starb seine damalige Freundin Nancy Argentino in Snukas Motelzimmer an schweren Kopfverletzungen. Der Verdacht, dass Snuka verantwortlich für ihren Tod war, ist nie ausgeräumt worden.

Die 23 Jahre alte Argentino starb an schweren Kopfverletzungen. Snuka war gewalttätig gegen sie geworden, stellte ihren Tod allerdings als Unfall dar: Argentino habe sich den Kopf gestoßen, nachdem er sie geschubst habe und sei später auf der Straße zusammengebrochen und auf den Kopf gefallen.

Nachdem journalistische Recherchen Snukas Rolle in dem Fall ins Zwielicht rückten, wurde Snuka 32 Jahre nach dem Todesfall 2015 schließlich angeklagt. "Seine Gewalttat und das Versäumnis, medizinische Hilfe zu holen, haben zu ihrem Tod geführt", hielt die zuständige Grand Jury fest.

Der Prozess führte zu keinem Ergebnis mehr: Er wurde kurz vor Snukas Tod verworfen, nach dem der schwer erkrankte Angeklagte als verhandlungsunfähig eingestuft wurde.

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