Boxing at Wembley Stadium
Wladimir Klitschko tat der Rücktritt extrem weh © Getty Images

Wladimir Klitschko berichtet von der inneren Zerrissenheit nach der Niederlage gegen Anthony Joshua. Es habe 100 Gründe gegeben weiterzumachen.

Dem ehemaligen Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko ist der Rücktritt vom Boxen offenbar schwerer gefallen, als es den Anschein hatte.

"Mein Plan war: Ich gewinne und trete zurück. Ich war besessen davon, diesen Kampf zu gewinnen", sagte der 41-jährige Ukrainer der Bild am Sonntag. Nach der Niederlage gegen Anthony Joshua (Großbritannien) am 29. April habe er daher "100 Gründe gefunden weiterzumachen - und genauso 100 Gründe aufzuhören. In der Zeit der Entscheidung ist ein Teil von mir gestorben."

Am Ende habe er sich aus dem Bauch heraus entschieden, erklärte Klitschko: "Auch weil ich gemerkt habe, dass meine Motivation in einem anderen Bereich liegt. Selbst die 20 Millionen, die ich für den Rückkampf bekommen hätte, konnten mich nicht umstimmen. Wenn ich nur für Geld weitergemacht hätte, hätte ich mich selbst betrogen."

Klitschko verriet zudem, dass er 2009 aus gesundheitlichen Gründen schon einmal vor dem Karriereende gestanden habe.

"Beim Kampf gegen Tschagajew habe ich mir den langen Bizeps auf der linken Seite gerissen und danach zu früh wieder angefangen. Und ihn gleich wieder gerissen. Ich musste mich noch mal operieren lassen. Der Arzt sagte: 'Ich habe das gerade noch so hinbekommen. Aber wenn du nicht vorsichtig bist und er noch mal abreißt, dann war es das'."

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