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Manny Pacquiao hat verloren - daran wird sich wohl nichts ändern © Getty Images

Der Kampf zwischen Manny Pacquiao und Jeff Horn wird noch einmal gewertet. Hoffnung auf eine andere Entscheidung besteht für Pacquiao aber wohl keine.

Der Box-Weltverband WBO überprüft die Wertung des WM-Kampfes zwischen Rekord-Weltmeister Manny Pacquiao (Philippinen) und Jeff Horn (Australien) - unter recht eigenwilligen Umständen.

Der Filipino hatte den Fight im Weltergewicht (66,6 kg) am vergangenen Wochenende in Brisbane einstimmig nach Punkten (111:117, 113:115, 113:115) verloren.

"Wir machen eine Überprüfung, damit alle Fans den unumstrittenen Sieger dieses Kampfes kennen", teilte WBO-Präsident Francisco Valcarel mit. Fünf anonyme Richter aus verschiedenen Ländern sollen den Fight durchwerten.

Das Bizarre: Einen neuen Weltmeister wird es aller Voraussicht nach trotzdem nicht geben. "Die Entscheidung eines Punktrichters sollte letztlich nur widerrufen werden, wenn ein Gesetzesverstoß vorliegt", sagte Valcarel. 

"Niederlage eigentlich akzeptiert, aber ..."

Pacquiao hatte nach dem Kampf von der WBO verlangt, sich noch einmal mit dem Urteil zu beschäftigen. Der "PacMan" unterstützte eine offizielle Beschwerde des philippinischen "Games and Amusement Board" (GAB).

"Ich hatte die Niederlage eigentlich akzeptiert. Aber als Anführer und Kämpfer habe ich die moralische Verpflichtung, mich öffentlich für die Wahrheit, sportliches Verhalten und Fairness einzusetzen", sagte der 38-Jährige, der als erster Boxer in acht Gewichtsklassen Champion war.

Das Urteil im Kampf gegen Horn hatte weltweit Verwunderung ausgelöst. "Wow! PAC verliert einstimmig? Ein Richter wertet 111:117? Das ist es, was falsch läuft im Boxen", schrieb der frühere Box-Weltmeister Lennox Lewis bei Twitter. Pacquiaos Konditionstrainer Justin Fortune nannte die Ringrichter "verrückt".

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