Felix Sturm v  Fedor Chudinov - WBA Super Middleweight World Championship
Felix Sturm fühlt sich ungerecht behandelt © Getty Images

Felix Sturm fühlt sich trotz positiven Befundes ungerecht behandelt und schießt gegen die Ermittler. Der Ex-Weltmeister macht den Doping-Fahndern schwere Vorwürfe.

Felix Sturm macht den Doping-Ermittlern in seinem Fall schwere Vorwürfe.

Der ehemalige Box-Weltmeister äußerte sich via Instagram zu seinem vermeintlichen Steroid-Missbrauch und beklagte sich über die ungerechte Behandlung.

"Wird mal Zeit, zu dem ganzen Mist was zu sagen, der mir unterstellt wird", schrieb Sturm und zählte mehrere angebliche Versäumnisse der Ermittler auf. Der deutsche Kämpfer mit bosnischen Wurzeln war im Frühjahr 2016 positiv auf die anabole Substanz Hydroxy-Stanozolol getestet worden. Auch die im Oktober geöffnete B-Probe war positiv. 

Anwälte fordern Dokumente an

Sturm erklärte, er sei erst zwei Monate nach der ersten Doping-Probe über den Befund informiert worden. Warum es länger als die normalerweise üblichen zwei Wochen gedauert habe, sei ihm nicht mitgeteilt worden.

Er habe daraufhin einen Anwalt eingeschaltet, der von den Ermittlern alle erforderlichen Dokumente zum Umgang mit seiner Probe angefordert habe. In den Unterlagen habe die letzte Seite gefehlt, "wo drin steht, wann meine Probe im Labor angekommen ist, wer sie entgegen genommen hat und wer die Probe analysiert hat." 

"Fall Sturm gibt es einfach nicht"

Auf weitere Anfragen habe er erneut keine Antwort erhalten. Anders als anderen Athleten sei ihm zudem das Recht verwehrt worden, die B-Probe in einem zweiten Labor untersuchen zu lasen.

Sturm behauptet, dass der Box-Weltverband aufgrund dieser Unregelmäßigkeiten von einer Sperre abgesehen habe: "Den Fall 'Felix Sturm' gibt es bis zum heutigen Tag einfach nicht!"

Sturm hatte seinen WM-Titel schon vor der Öffnung der B-Probe niedergelegt, angeblich wegen einer Verletzung. Sportliche Konsequenzen muss der 37-Jährige wohl keine befürchten, allerdings ermittelt auch die Staatsanwaltschaft wegen des mutmaßlichen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz gegen ihn. 

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