Jürgen Klopp verteidigt sich vor der Partie seines FC Liverpool gegen Arsenal gegen Kritiker, kämpft gegen sein Image und fordert eine härtere Gangart.

Das Jahr 2017 ist noch nicht das Jahr des Jürgen Klopp. Sein FC Liverpool konnte seit Silvester in der Premier League erst einen Sieg in sieben Partien feiern, rutschte deshalb von Champions-League-Rang zwei auf Europa-League-Rang fünf ab. Im League Cup und FA Cup flog man raus.

Viele Fans und Experten machen für diese Misere den Coach verantwortlich. Zwischenzeitlich ging der Hashtag #KloppOut auf twitter viral. Jürgen Klopp reagierte jetzt auf die Kritik, er trete zu locker und emotional auf.

"Ich bin kein Clown, auch wenn einige Leute das denken", sagte der ehemalige Dortmund-Trainer auf der Pressenkonferenz im Vorfeld des Spitzenspiels gegen Arsene Wengers Arsenal am Samstagabend (ab 18.30 LIVE und exklusiv bei DAZN und im LIVETICKER bei SPORT1).

Den Grund für die momentane Schwächephase der Reds meint er erkannt zu haben. "Uns fehlt die Konstanz momentan, das können wir nicht ignorieren." Die Inkonstanz bezieht er dabei vor allem auf die Spielverläufe.

Härtere Gangart nötig

Oft scheint sein Team den Gegner im Griff zu haben, geht in Führung, gibt das Spiel dann aus der Hand und kassiert dumme Gegentore. Um diesem Trend entgegen zu wirken, müsse sein Team härter auftreten, cleverer sein.

"Manchmal braucht man auch taktische Fouls. Härter zu sein als erlaubt, das macht in meinen Augen keinen Sinn", philosophierte Klopp. "Ich fordere meine Spieler nie dazu auf, Fouls zu begehen. Wir sind eine ziemlich faire Mannschaft, wollen immer den Ball erobern, keine Beine brechen."

Sein Verständnis von körperlicher Spielweise liefert der 49-Jährige gleich mit. "Physisch zu spielen bedeutet, dazu bereit sein, sich selbst zu verletzen. Nicht die anderen Spieler."

Selbst verletzt hat sich unter der Woche Kapitän Jordan Henderson. Der 26 Jahre alte Mittelfeldstabilisator fehlt gegen Arsenal aufgrund von Fußproblemen. Für ihn rückt wohl Lucas Leiva in die Partie.

Um gegen Arsenal eine Chance zu behalten, müssen die Reds Klopps Vorgaben schnellstmöglich umsetzen. Bei einer Niederlage droht nämlich der Absturz auf Platz sechs, der nicht zur Teilnahme am Europapokal berechtigt. Erstmals in seiner England-Ära steht Jürgen Klopp richtig unter Druck.

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