Michael Ballack ist über Bastian Schweinsteigers Reservistenrolle bei Manchester United nicht überrascht. Bei seinem Wechsel sei er schon über seinem Zenit gewesen.

Bei einem Sponsorentreffen in Nürnberg sprach Michael Ballack über den Wechsel von Bastian Schweinsteiger zu Manchester United 2015. "Als der Wechsel zu Stande kam, war Schweinsteiger eigentlich schon über dem Zenit, auch durch Verletzungen", ordnete Ballack ein.

Schweinsteiger kämpfte nach der WM 2014 immer wieder mit Verletzungen, stand dem FC Bayern München nur selten zur Verfügung. Dass der Schritt nach England folglich schwer fallen würde, überrascht Ballack nicht. "Die Premier League ist von der Physis her auch noch einmal eine andere Liga als die Bundesliga", sagte Ballack.

Der "Capitano" muss es wissen, spielte selber von 2006 bis 2010 für den FC Chelsea und das mit durchschlagendem persönlichen Erfolg. Den kann Schweinsteiger so noch nicht vorweisen.

Nachdem er unter Louis van Gaal noch regelmäßig eingesetzt wurde, wenn er fit war, kommt er bei Jose Mourinho kaum zu Spielpraxis, sitzt in der Regel auf der Tribüne und nur selten auf der Bank. Erst 134 Spielminuten hat er diese Saison gesammelt, keine davon in der Premier League. Die Fans verehren ihn trotzdem auch in England als Fußballgott.

"Beim Trainer hat er eine schwierige Zeit, aber die Fans und der Verein verehren ihn. Ich hoffe, dass er noch zufrieden die Station Manchester abschließen kann", wünscht Ballack seinem ehemaligen Teamkollegen und Nachfolger als DFB-Kapitän nur das Beste. 

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