Leroy Sane beim FC Schalke 04
Leroy Sane bekam in Schalkes U19 von Trainer Norbert Elgert eine Lektion erteilt © Imago

ManCitys Leroy Sane nennt einen überraschenden Knackpunkt für seine Entwicklung zum Shootingstar. Eine frühe Auswechslung in Schalkes U19 habe ihn in die Spur gebracht.

Leroy Sane hat im Rückblick auf seine Zeit bei Schalke 04 einen überraschenden Knackpunkt für seine Entwicklung zum Shootingstar bei Manchester City genannt.

Im Frühjahr 2015, als der damals 19-Jährige bereits seine ersten Profi-Einsätze bei den Königsblauen hinter sich hatte, spielte Sane mit der Schalker U19 in der A-Junioren-Bundesliga gegen den Wuppertaler SV.

Nach nicht einmal einer Viertelstunde lag der spätere Meister S04 gegen den Außenseiter mit 0:1 zurück - und Schalkes legendärer Nachwuchscoach Norbert Elgert forderte mehr Einsatz von seinem Offensivjuwel.

Elgert nahm Sane nach 32 Minuten runter

Als sich allerdings keine Besserung einstellte, griff Elgert zu drastischen Maßnahmen und nahm Sane - genauso wie den aktuell von Schalke nach Darmstadt ausgeliehenen Felix Platte - schon nach 32 Minuten vom Platz.

"Das war eine wichtige Erfahrung", sagt Sane, der nach eigenen Angaben sogar bereits nach zehn Minuten ausgewechselt wurde, mit zwei Jahren Abstand im Interview mit der Daily Mail: "Ich dachte damals vielleicht, dass ich nicht mehr so viel tun müsse, weil ich es schon zu den Profis geschafft hatte."

Auch wenn er damals "sauer und verärgert" über die demütigende Auswechslung gewesen sei, habe Elgert rückblickend genau gewusst, was er tat.

"Er wusste genau, was er damit erreichen wollte und es hat mich als Spieler sicherlich vorangebracht", sagt Sane heute: "Es hat sich ausgezahlt, wenn man sieht, wo ich heute bin. Durch solche Erfahrungen wird man erwachsener."

Sane glänzt in der Champions League

Nachdem Sane zu Saisonbeginn bei Manchester City noch mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, rechtfertigte der 21-Jährige zuletzt immer mehr die 50 Millionen Euro Ablöse, die City vor der Saison an Schalke überwies.

Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Monaco glänzte Sane beim 5:3-Sieg mit einem Tor und einer Vorlage, auch beim 5:1 im FA Cup gegen Huddersfield traf der Nationalspieler.

Entscheidenden Anteil an seinem Höhenflug hätten auch seine Eltern, wie Sane der Daily Mail verriet.

"Ich habe meine Schnelligkeit von meinem Vater geerbt und mein Gleichgewichtsgefühl von meiner Mutter", erklärt Sane.

Vater Souleymane war einst selbst Fußballprofi und absolvierte 55 Länderspiele für den Senegal, Mutter Regina gewann bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles Bronze in der Rhythmischen Sportgymnastik.

Lob für Guardiola bei Manchester City

Die Besuche seiner Mutter Regina in Manchester hätten ihm sehr geholfen, auch sein Vater Souleymane sei schon bei vielen Spielen im Stadion gewesen.

Zudem habe City-Coach Pep Guardiola alle Versprechen gehalten, die er Sane vor dessen Start in Manchester gegeben habe.

"Er hat gesagt, er wolle mich taktisch voranbringen und an meinen Schwächen arbeiten. Ich kann ganz gewiss sagen, dass er bis jetzt all das getan hat, was er versprochen hat", schwärmt Sane von seinem Trainer.

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