Neben der nächsten bitteren Pleite bei seinem Ex-Klub muss Jose Mourinho bei Chelsea auch Schmähgesänge hinnehmen - kontert die aber auf seine ganz eigene Art.

Die erhoffte Revanche für die bittere 0:4-Ligapleite bei Ex-Klub FC Chelsea blieb für Jose Mourinho mit Manchester United im Viertelfinale des FA Cups aus, die Londoner siegten erneut mit 1:0.

Zumindest im Schlagabtausch mit den Zuschauern an der Stamford Bridge behielt der Portugiese am Montagabend jedoch die Oberhand.

Nachdem sich Mourinho in der ersten Halbzeit beim Vierten Offiziellen über eine Schiedsrichterentscheidung beschwerte, reagierten seine einstigen Bewunderer mit Häme.

Häme für Mourinho

"You're not special anymore", schallte es von den Rängen, Schimpfwörter fielen, Mourinho wurde als "Judas" betitelt.

Und Mourinho? Reagierte auf seine ganz eigene Art und Weise.

Der 54-Jährige, der mit Chelsea drei Mal die englische Meisterschaft gewonnen hatte, hielt drei Finger in die Luft - einen für jeden Titel - und zeigte in Richtung Spielfeld.

Nach dem Abpfiff legte er verbal nach.

"Judas ist die Nummer eins"

Die Fans könnten singen, was sie wollten, schließlich sei er Profi, betonte Mourinho, ehe er anfügte: "Bis sie einen Trainer haben, der für sie vier Premier-League-Titel holt, ist Judas die Nummer eins."

Zumindest der erste Meistertitel ist für den neuen Chelsea-Coach Antonio Conte bei zehn Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz zum Greifen nah, nach dem Erfolg über United lebt vor dem FA-Cup-Halbfinale gegen Tottenham sogar der Traum vom Double.

Und in der Gunst der Fans dürfte Conte Mourinho spätestens am Dienstagabend endgültig abgelöst haben.

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