Das Champions-League-Debakel in der Allianz Arena hat offenbar tiefe Spuren bei Arsene Wenger hinterlassen. Ein Kabinenstreit könnte seinen Abschied forcieren.

von Johannes Fischer

Nach der bitteren 1:5-Pleite im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Bayern hat sich die Lage beim FC Arsenal noch längst nicht beruhigt. (Pressestimmen zum Debakel)

Offenbar wurde unmittelbar nach dem Debakel in der Kabine der Gäste ordentlich Tacheles geredet. Laut Sportsmail hätten vor allem die älteren Arsenal-Spieler auf den Tisch gehauen und sich gegenseitig Vorwürfe gemacht.

Bereits während der 90 Minuten war Alex Oxlade-Chamberlain dadurch aufgefallen, dass er mit ausladenden Gesten offen seine Mitspieler kritisierte.

Kommt Tuchel für Wenger?

Vor allem für Teamchef Arsene Wenger wird der Gegenwind immer heftiger.

Die Forderungen nach einem Ende der mittlerweile 21 Jahre andauernden Dienstzeit beim Londoner Renommierklub werden immer lauter - doch Wenger will offenbar nicht kampflos das Feld räumen.

"Egal was passiert, ich werde in der nächsten Saison Trainer sein", sagte er am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem FA-Cup-Duell gegen Fünftligist Sutton United.

"Entweder hier oder irgendwo anders"

Seine kleine Einschränkung lässt allerdings aufhorchen: "Entweder hier oder irgendwo anders, das ist absolut sicher".

Der Mirror hatte berichtet, dass der Franzose mittlerweile selbst zu der Überzeugung gelangt sei, im Sommer bei den Gunners hinzuschmeißen.

Zwar habe Arsenals Mehrheitsaktionär Stan Kroenke noch immer die Hoffnung, dass Wenger einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag unterschreibt, doch hinter den Kulissen zeichne sich nun das Ende der Ära Wenger ab.

Als Nachfolger-Kandidaten werden unter anderem BVB-Coach Thomas Tuchel und Tottenhams Trainer Mauricio Pochettino gennant.