Olivier Giroud feiert den Ausgleich mit seinem "Skorpion-Jubel" © SPORT1

München - Trotz Arsenals irrer Aufholjagd ist die Stimmung gedrückt. Der skurrile Skorpion-Jubel von Olivier Giroud bringt die eigenen Fans auf die Palme.

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Die irre Aufholjagd des FC Arsenal hat Spuren hinterlassen - nicht nur positive. 0:3 lagen die ohne den erkrankten Mesut Özil angetretenen Gunners nach knapp einer Stunde beim FC Bournemouth hinten, es sah nach einer Klatsche der üblen Sorte aus. 

Dann aber drehten Alexis Sanchez, Lucas Perez und Olivier Giroud den Spieß um und sorgten mit ihren Toren dafür, dass zumindest noch ein Punkt für den Favoriten heraussprang.

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Ähnlich wie der dramatische Spielverlauf fielen auch die Reaktionen in der englichen Presse aus. Von einer "peinlichen ersten Hälfte" schrieb etwa der Mirror - "doch am Ende könnte das Comeback die Saison der Gunners retten".

Presse feiert Giroud - Fans spotten

"Bourne again hero", titelte die Sun und verwies damit auf Girouds nächste Heldentat, der den Titelkandidaten mit seinem Last-Minute-Treffer aus dem gröbsten Schlammassel befreite. Bereits am Sonntag mit seinem "Skorpion-Treffer" für Aufsehen gesorgt.

Doch wie man sich innerhalb kürzester Zeit vom gefeierten Star selbst ins Abseits stellt, bewies eben jener Giroud bei seinem anschließenden Jubel.

Statt den Ball schnell wieder an die Mittellinie zu legen, um noch auf das Siegtor zu gehen, inszenierte der Stürmer eine große Ego-Show. Wie bei seinem spektakulären Tor zog Giroud mal den linken, mal den rechten Fuß nach hinten und ließ dabei wertvolle Zeit verstreichen.

Für die Gunners-Fans war Girouds Inszenierung ein Unding. "Peinlich", "ein Witz" oder "einfach nur falsch" las man in einigen Tweets.

Doch auch Arsene Wengers Gefühlszustand war trotz der Aufholjagd nicht der beste - was jedoch nicht an Girouds Jubel lag.

Nach den nervenaufreibenden 90 Minuten platze es förmlich aus dem Arsenal-Trainer heraus.

"Es ist ein zu großer Nachteil für uns gegen ein Team zu spielen, das dreieinhalb Tage Pause hatte", schimpfte der Franzose. Sein Team war dagegen noch am Sonntag im Einsatz, hatte demnach gerade Mal zwei Tage zum Ausruhen.

Fans beschimpfen eigenes Team

Demzufolge seien die Gastgeber wesentlich spritziger in die Partie gegangen und lagen bereits nach 58 Minuten scheinbar uneinholbar mit 3:0 vorn. Dass die Gäste doch noch zumindest einen Punkt ergatterten, habe an einigen Umstellungen in der Pause gelegen, so Wenger.

Die Initialzündung für die Aufholjagd könnten aber auch die eigenen Fans gegeben haben. "This is embarrassing" ("das ist peinlich", d.R.) hatten sie nach dem dritten Gegentreffer angestimmt - und damit offenbar ihre Elf angestachelt.

Und trotzdem blieb am Ende der Frust über Skorpion Giroud.

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