Simon Mignolets Patzer gegen Stoke City könnte dem degradierten Loris Karius (r.) in die Karten spielen © DAZN/Getty Images

München - Bei Liverpools Sieg gibt Torhüter Mignolet keine gute Figur ab. Der degradierte Karius darf wieder hoffen. Oder zaubert Klopp bald einen Dritten aus dem Hut?

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Eigentlich könnte es für Jürgen Klopp und den FC Liverpool derzeit kaum besser laufen: Vier Spiele in Folge sind die Reds vor dem Giganten-Treffen mit Pep Guardiolas Manchester City (Sa., ab 18.15 Uhr LIVE und exklusiv auf DAZN und im SPORT1-LIVETICKER) ungeschlagen, eroberten mit dem Sieg gegen Stoke wieder Platz zwei. (Die Tabelle der Premier League)

Doch trotz dreier Erfolge in den drei Spielen nach der Degradierung von Sommer-Neuzugang Loris Karius keimt das Torhüter-Thema nun wieder auf.

Mignolet patzt beim Gegentreffer

Grund: Beim 4:1-Sieg gegen Stoke sah Liverpools neue alte Nummer eins Simon Mignolet alles andere als gut auf.

Beim Gegentreffer boxte sich der 28-Jährige einen Kopfball von Jonathan Walters aus kurzer Distanz in die eigenen Maschen, und kippte somit unfreiwillig Wasser auf die Mühlen seiner nicht wenigen Kritiker.

Der Kantersieg der Reds im Video

Twitter-Häme für den Nationalkeeper

"Mignolet ist einfach Mignolet. Er kann entweder der beste oder der schlechteste Spieler auf dem Platz sein", schrieb ein User bei Twitter.

Ein anderer kommentierte: "Wenn man solche Dinger nicht hält, kann man unmöglich Meister werden."

Diese Überlegung schien im Sommer auch Jürgen Klopp umzutreiben, der aus Mainz Loris Karius verpflichtete und ihn vor Saisonstart zur neuen Nummer eins machte.

Doch erst stoppte den 23-Jährigen zu Saisonbeginn ein Handbruch, dann nahm Klopp Karius nach einigen schwächeren Partien zuletzt wieder aus dem Kasten.

Und das, obwohl Mignolet seit seinem Antritt bei den Reds vor drei Jahren niemals wirklich unumstritten ist.

Karius muss hoffen

Klopp selbst eröffnete nach dem Spiel keine neue Torhüter-Diskussion.

Bleiben jedoch die Ergebnisse aus, könnte Klopp abermals zum Umdenken gezwungen sein und Karius seine nächste Chance erhalten.

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In seiner letzten Saison in Dortmund nahm Klopp Kapitän Roman Weidenfeller aus dem Kasten und installierte stattdessen Youngster Mitch Langerak. Um nach nur vier Spielen wieder zurückzutauschen.

Darauf muss jetzt auch Karius hoffen. Oder gibt es noch eine Variante C?

Carragher-Plädoyer für Joe Hart

Liverpool-Legende Jamie Carragher brachte nun Englands Naionalkeeper Joe Hart ins Spiel, der derzeit von den Citizens an den FC Turin ausgeliehen ist und dort auch regelmäßig zum Einsatz kommt.

Zuvor hatte bereits der Mirror über einen Wechsel des Keepers zu den Reds spekuliert, der anno 2012 vor den Augen des Ex-BVB-Trainers beim 1:1 in der Champions League eine Galavorstellung ablieferte.

"Liverpool hat ein Torhüter-Problem. Karius wurde geholt, weil Mignolet nicht gut genug war, und nun spielt wieder Mignolet", sagte Carragher bei Sky Sports.

Und weiter: "Wenn es eine Chance gibt, Hart zu verpflichten, dann würde ich es tun. Liverpool hat eine Mega-Chance, die Meisterschaft zu gewinnen. Sie brauchen einen Torhüter, der weiß, wie man Titel holt.

Winter-Wechsel ausgeschlossen

Der 29-jährige Hart gewann mit Manchester City 2012 und 2014 den Titel, einen Wechsel im Winter wird es allerdings nicht geben.

Da der Keeper der Turiner in dieser Saison bereits für die Citizens in der Champions-League-Qualifikation auflief, greift Punkt 5.3 der Transferregularien der FIFA, der besagt, dass ein Spieler innerhalb einer Saison nicht für drei Klubs in Pflichtspielen auflaufen darf.

So bleibt dem Ex-Mainzer Karius noch die Hoffnung, dass sich Klopp doch noch einmal umentscheidet, wie er es auch in Dortmund schon einmal tat. Bevor im Sommer eventuell der nächste Heilsbringer für die Torhüterposition verpflichtet wird. 

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