Guardiola, Özil und Klopp stehen im Fokus © SPORT1-Grafik: Getty Images/iStock

München - In der Premier League wird auch zwischen den Jahren gespielt: Arsenal steckt in der Krise, Liverpool im Terminstress. SPORT1 nennt die Brennpunkte vor dem Boxing Day.

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Die Insel ist elektrisiert: Während in Deutschland der Fußball Pause hat, heißt es in England einmal mehr High Noon: In zehn Tagen hält die Premier League gleich drei Spieltage ab.

Eingeläutet wird das irre Spektakel rund um den Jahreswechsel mit dem traditionellen Boxing Day (Der Boxing Day am 26. Dezember LIVE und Exklusiv bei DAZN). Gleich 16 Teams sind am zweiten Weihnachtsfeiertag aktiv.

Vor dem Spektakel an Weihnachten blickt SPORT1 auf die Brennpunkte der Premier League.

FC Arsenal

Das Wenger-Team erwischte zwar einen Saisonstart nach Maß und war nach zehn Spieltagen punktgleich mit dem damaligen Tabellenführer Manchester City. Aktuell liegen die Gunners aber nur Platz vier - mit neun Punkten Rückstand auf Tabellenführer Chelsea.

Dabei steht Mesut Özil im Mittelpunkt der Kritik. Dem deutschen Nationalspieler wird mangelnder Einsatz und Abtauchen in wichtigen Spielen vorgeworfen.

Arsene Wenger verteidigt seinen Spielmacher: "Er arbeitet viel härter als die Leute denken, seine Körpersprache gereicht ihm jedoch manchmal zum Nachteil. Aber er erfüllt seine Rolle sehr gut."

Gegen West Bromwich Albion ist am Montag (ab 16 Uhr im LIVETICKER) ein Sieg aber Pflicht, um nicht weiter den Anschluss an die Spitzenplätze zu verlieren.

FC Liverpool

Die Reds weisen aktuell die beste Offensive auf und sind der hartnäckigste Chelsea-Verfolger – mit sechs Punkten Rückstand. Allerdings wartet nun ein Hammer-Programm von drei Spielen binnen sieben Tagen.

Zwischen dem Kracher gegen City (Sa., 31. Dezember ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) und dem Auswärtsspiel in Sunderland bleiben den Reds nicht einmal 48 Stunden. Ein Umstand der Jürgen Klopp auf die Palme bringt: "48 Stunden sind eine interessante Idee, aber weniger als 48 Stunden kann ich nicht glauben."

Balance das Schlüsselwort für die Reds, um den Spielemarathon rund um den Jahreswechsel erfolgreich abzuschließen. 

"Sage ich den Spielern, sie sollen gegen City nur 50 Prozent geben, weil wir am Montag in Sunderland spielen?", fragt der Reds-Trainer sarkastisch.

Das Duell gegen ManCity ist indes von besonderer Bedeutung, können die Reds doch einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten. Der vollgepackte Spielplan mag nun dazu führen, dass Klopp sein Erfolgsrezept umstellen muss und das kraftintensive Gegenpressing weniger aggressiv betreiben lässt.

Manchester City

Pep Guardiola fügte sich bei den Citizens gleich mit einem Startrekord ein. In der Premier League ging schon die Furcht vor einem Durchmarsch um, zu perfekt schienen die Rädchen ineinander zu greifen.

Doch die Krise kam - und zwar gewaltig: Zwischenzeitlich gewannen die Citizens wettbewerbsübergreifend nur vier von 15 Spielen, rutschten auf Platz vier ab.

Zuletzt hat sich City wieder gefangen und könnte Arsenal in der Tabelle überholen. Mit nur einem Punkt Rückstand auf den Zweiten Liverpool gehen die Skyblues in den Spiele-Wahnsinn rund um den Jahreswechsel, wo sie am 31. Dezember auf die Reds treffen (LIVE und Exklusiv auf DAZN).

Ansonsten hält das Programm noch Hull (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) und Burnley als Gegner bereit. 

FC Chelsea 

Von all diesen Positionskämpfen unbeeindruckt zieht der FC Chelsea an der Tabellenspitze seine Kreise. Unter dem neuen Trainer Antonio Conte haben die Blues wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden.

Mit drei Partien in zehn Tagen haben es die Spielplaner vergleichsweise gut gemeint mit den Londonern. Mit seinen Erfolgen hat Conte auch Guardiola etwas die Show gestohlen.

Und was treibt die Insel sonst noch um? Englands Kurzzeit-Nationaltrainer Sam "Big Sam" Allardyce hat kurz vor Weihnachten noch einen neuen Job gefunden.

"Big Sam" übernimmt das abstiegsbedrohte Crystal Palace und soll die Londoner zum Klassenerhalt führen.

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