Bastian Schweinsteiger ist seit Juli mit Tennis-Star Ana Ivanovic verheiratet
Bastian Schweinsteiger wird in den USA nicht überall mit offenen Armen empfangen © Getty Images

Bastian Schweinsteiger wird in den US-Medien mit einer Portion Skepsis empfangen. Sein neuer Klub gehe mit dem Weltmeister ein hohes Risiko ein.

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Mit seinem Wechsel von Manchester nach Chicago hat Bastian Schweinsteiger eine für ihn schwierige Phase hinter sich gelassen. 

Die sporadischen Einsätze unter Jose Mourinho knabberten an seinem Ego und riefen Proteste bei vielen United-Fans hervor. Dennoch ließ Schweinsteiger sich nie etwas anmerken und machte gute Miene zum bösen Spiel.

In England wurde der Weltmeister vom Trainer gemobbt und in den Medien gefeiert - nun bahnt sich in den USA aber eine Umkehrung der Verhältnisse an.

Denn während die britische Presse auch bei der Bekanntgabe seines Wechsels kaum ein böses Wort über den 32-Jährigen verlor, bläst Schweinsteiger im Umfeld seines neuen Vereins teilweise ein scharfer Gegenwind ins Gesicht.

"Chicago zum Siegen verdammt"

Wer geglaubt hätte, dass der Mittelfeldstar uneingeschränkt mit offenen Armen empfangen werden würde, sah sich spätestens bei einem Blick in die US-Medien getäuscht.

So fragt die USA Today, ob Schweinsteigers Verpflichtung "wirklich zu einer Erfolgsgeschichte" werden kann, während ESPN mutmaßt: "Mit Schweinsteiger ist Chicago zum Siegen verdammt."

In dieser Tonart geht es weiter. Nach Ansicht der großen Sport-Internetseite sbnation nimmt Chicago "ein riesiges Risiko auf sich - die Verpflichtung von Schweinsteiger ist ein schillerndes Zeichen, aber sie ist wahrscheinlich nicht besonders klug".

Auch für die Chicago Sun Times könnte sich Schweinsteigers Transfer nicht auszahlen: "So viel Geld zu investieren - auf einer Position, auf der Trainer Veljko Paunovic schon viele Optionen hat - lässt viele Leute die Augenbrauen hochziehen."

Rodriguez kontert US-Medien

Nahezu sämtliche Medien fragen sich, ob Schweinsteiger überhaupt noch fit genug und nicht schon längst über seinem Zenit hinaus sei.  

Gut für den deutschen Weltmeister, dass sein neuer Trainer Veljko Paunovic derlei Bedenken nicht hat, sondern sich uneingeschränkt auf seinen neuen Star freut.

"Wir wissen, dass er sich schnell integrieren wird", sagte der Serbe in der Chicago Tribune. "Und dann wird er Dinge zeigen, die nur ein paar Spieler in der Welt beherrschen." Paunovic ist sogar sicher: "Er wird dafür sorgen, dass unsere Fans 'Wow' rufen!"

Auch Generalmanager Nelson Rodriguez wies die aufkommende Medienkritik bereits zurück. "Schweinsteiger hat eine überragende Fußball-Intelligenz. Er hat nicht mehr die Geschwindigkeit und die körperlichen Voraussetzungen eines Teenagers, aber er wird großen Einfluss auf unser Spiel haben. Man sollte nicht das Herz und den Charakter eines Champions unterschätzen."

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