Nach dem Wechsel von Neymar lässt Josep Bartomeu kein gutes Haar an dem Brasilianer und PSG. Der Barca-Präsident kündigt zudem neue Transfers an.

Präsident Josep Bartomeu vom FC Barcelona hat sein Schweigen zum 222-Millionen-Transfer von Superstar Neymar zu Paris Saint-Germain gebrochen und scharfe Kritik an dem Brasilianer sowie dessen neuen Arbeitgeber geübt.

"Es war sein Wunsch, zu gehen, aber er hätte sich klarer und vor allem eher ausdrücken können. Sein Verhalten war einfach nicht korrekt", sagte Bartomeu am Montag zu spanischen Medienvertretern und bestätigte, PSG im Zuge des Transfers wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Financial-Fairplay-Regularien bei der UEFA angeklagt zu haben.

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"Wir brauchen keinen Scheich"

"Es gibt auch Grenzen, niemand steht über diesem Klub", erklärte Bartomeu stolz und ätzte gegen die Franzosen: "Barca ist ein Klub mit einer Geschichte von 118 Jahren, einer Mitgliederzahl von über 140.000. Dieser Klub gehört uns, nicht einem Scheich oder Oligarch."

Neymar hatte erst im vergangenen Oktober seinen Vertrag beim spanischen Pokalsieger vorzeitig bis 2021 verlängert. Sein Wunsch, den Verein nach vier Jahren zu verlassen, kam für die Barca-Bosse daher aus heiterem Himmel.

Bartomeu ist jedoch zuversichtlich, den Abgang zu kompensieren. Zum einen mit Lionel Messi, "dem besten Spieler der Geschichte", der nach wie vor "der Leader der Mannschaft" sein werde. Und mit neuen Stars.

Bartomeu kündigt Transfers an

"Neymar ist jetzt Geschichte. Mich interessieren die Gegenwart und die Zukunft. Wir arbeiten daran, ihn zu ersetzen", versprach er.

Mithilfe der 222 Millionen Euro könne und werde "noch etwas auf dem Transfermarkt passieren".

Die Ablösesumme werde der Klub aber "mit Umsicht, Strenge und Gelassenheit verwalten", sagte Bartomeu und erklärte weiter: "Wir werden verantwortungsvoll handeln und wissen, dass wir das Geld haben, um ins Team zu investieren und unser Vermögen zu vergrößern."

Barca wird großes Interesse an den beiden Offensiv-Stars Ousmane Dembele (Borussia Dortmund) und Philippe Coutinho (FC Liverpool) nachgesagt. Mit Inigo Martinez (Real Sociedad) soll laut spanischen Medien auch noch ein neuer Innenverteidiger kommen.

Messi ein Gegenentwurf zu Neymar

Als Gegenentwurf zu Neymar nannte Bartomeu den Argentinier Messi, der ein "sehr gutes Beispiel für Loyalität und Treue" sei.

Messi (30) wechselte als 13-Jähriger in die Jugendabteilung der Katalanen, für die er in 585 Pflichtspielen als Profi 510 Tore erzielte.

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