Einen Kandidaten kann der BVB wohl von seiner Wunschliste streichen. Lucien Favre erhält angeblich keine Freigabe von Nizza und bleibt an der Cote d'Azur.

Der französische Erstligist OGC Nizza wird nach Angaben des Fachblattes L'Equipe Trainer Lucien Favre nicht für einen vorzeitigen Wechsel zum Bundesligisten Borussia Dortmund freigeben.

Der DFB-Pokalsieger hatte sich am Dienstag von Chefcoach Thomas Tuchel getrennt. L'Equipe zitierte eine namentlich nicht genannte Quelle, wonach die Westfalen mit ihrem Ansinnen, den ehemaligen Hertha- und Gladbach-Trainer zu verpflichten, einfach zu spät gekommen seien.

Der Trainingsstart in Nizza sei bereits am 19. Juni, bis zur Qualifikation für die Champions League Ende Juli (25./26.) sei die Zeit zu kurz, um einen adäquaten Ersatz für den Schweizer Fußballlehrer zu finden.

Nizzas Geschäftsführer Julien Fournier hatte zuletzt bei SPORT1 erklärt, Dortmund habe mit Favre "eine sehr gute Idee" gehabt: "Aber sie hätten diese Idee vor der laufenden Saison haben müssen, als er frei war. Jetzt ist er in Nizza. Lucien wird nächstes Jahr unser Trainer sein."

BVB wohl zu spät

Auch Nice Matin berichtet, dass sich die Nizza-Fans beruhigen könnten, da Favre dem Verein von der Cote d'Azur erhalten bleibe. Der erfahrene Trainer hatte OGC in der vergangenen Saison in der Ligue 1 auf Tabellenplatz drei hinter Meister AS Monaco und Paris Saint-Germain geführt.

Favres Vertrag in Nizza hat noch eine Laufzeit bis 30. Juni 2019. Zuletzt war schon über eine Ablösesumme für den Eidgenossen in Höhe von fünf Millionen Euro spekuliert worden. Angeblich soll sich der Coach mit dem BVB über einen Wechsel einig sein, allerdings müsste Dortmund auch eine Übereinkunft mit OGC erzielen.

Ob es dazu kommt, scheint nun fraglicher denn je - wenngleich es sich bei Nizzas Weigerung, Favre die Freigabe zu erteilen, auch um einen geschickten Poker handeln könnte, um die Ablöse in die Höhe zu treiben.

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