München - In einem Beitrag für The Players Tribune gewährt Real-Star Cristiano Ronaldo seltene Einblicke in sein Innenleben. Einem Ex-Kollegen vertraut er Privates an.

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Er ist der schillerndste Fußballer des Planeten, gleichzeitig aber auch einer der am wenigsten greifbaren: Cristiano Ronaldo ist ein unnahbare Figur, meistens zumindest.

Nun hat der Portugiese ungewöhnliche Einblicke in sein Innenleben gewährt. Und gesteht ohne Scheu, dass er viele tränenreiche Momente hinter sich hat.

Tortur auf der Fußball-Akademie

Über seine Jugendzeit in der Fußball-Akademie von Sporting Lissabon schrieb Ronaldo in The Players' Tribune: "Es war die schwerste Zeit meines Lebens. Ich habe fast jeden Tag geweint. Ich kannte keinen und ich war extrem einsam. Meine Familie konnte es sich nur leisten, mich alle vier Monate zu besuchen. Ich habe sie so vermisst, dass jeder Tag schmerzhaft war."

Als schmächtiger Teenager musste Ronaldo den Spott der anderen Nachwuchstalente ertragen, als er ihnen prophezeite: "Eines Tages werde ich der Beste der Welt sein." Doch Ronaldo, damals noch schüchtern, ließ sich vom Fußball treiben. Er arbeitete an seinem Traum.

"Ich entschied, härter als alle anderen zu arbeiten", schrieb er: "Ich fing an, mich nachts aus dem Schlafsaal zu schleichen und zu trainieren." Tag für Tag. Mit bekanntem Ergebnis.

Ronaldo schwärmt von seinem ersten Real-Moment

Nach seinem Durchbruch bei Manchester United wechselte der heute 32-Jährige 2009 für 94 Millionen Euro zu Real Madrid. Das Bernabeu-Stadion platzte aus allen Nähten, als Ronaldo am 6. Juli ein Showtraining absolvierte. Der Spieler selbst wird diesen Moment für immer in Erinnerung behalten.

In einem persönlichen Interview für ein Werbevideo seines Ausrüsters Nike verriet er Ex-Profi Rio Ferdinand: "Das war ein unglaubliches Gefühl, ich war so stolz: Alle Leute waren nur wegen mir da."

Ronaldo: "Titel zu sammeln ist meine Natur"

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war Fußball eine Mission geworden für Cristiano Ronaldo. Eine Mission Trophäen zu sammeln. Sein "ultimatives Ziel" sei, "so viele Titel wie möglich" zu gewinnen, schrieb Ronaldo in The Players' Tribune: "Das ist einfach meine Natur."

Ex-Kollege Ferdinand, mit dem er einst bei United zusammenspielte, vertraute er zudem an, was den Menschen Ronaldo abseits des Platzes antreibt. 

"Wenn man Vater ist, ist das Gefühl (Titel zu gewinnen, d. Red.) ganz anders. Ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann. Ich versuche, der glücklichste Mensch der Welt zu sein", sagte Ronaldo. 

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