München - Im Trainingslager des FC Barcelona liefert sich Neymar mit einem Teamkollegen eine heftige Rangelei. Sein Wechsel nach Paris steht unmittelbar bevor.

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Der Deal zwischen Neymar vom FC Barcelona und Paris Saint-Germain wird offenbar immer konkreter. Nach Informationen des französischen Portals RMC hofft PSG am Montag oder Dienstag auf den Vollzug des Rekord-Transfers von Neymar, der sich am Freitag aus der Ruhe bringen ließ - womöglich auch aufgrund des Transfer-Theaters.

Beim Training in Miami hatte sich der brasilianische Stürmerstar nicht im Griff. Nach einem zunächst harmlosen Zweikampf mit Nelson Semedo geriet er mit dem Neuzugang von Benfica Lissabon heftig aneinander. Ein entsprechendes Video, das der englischen Daily Mail zugespielt wurde, zeigt die tätliche Auseinandersetzung der beiden Spieler.

Die beiden Streithähne mussten von Javier Mascherano getrennt werden. Während Verteidiger Semedo anschließend weiterspielte, war Neymar offensichtlich immer noch wütend und schmiss seine Trainings-Leibchen auf den Boden. Der neue Trainer Ernesto Valverde verfolgte die Szene, schritt aber nicht ein.

Anzeichen von einem Abschied aus Barcelona? RMC zitiert eine Quelle: "Es gibt eine Einigung, sogar die Details sind schon unter Dach und Fach." Eine andere Quelle sagte: "Neymar hat sich entschieden. Sein Kampf mit Semedo ist das perfekte Beispiel. Er wird nicht richtig respektiert in Barcelona. Er steht immer hinter Messi, der als "Papst" gefeiert wird. Heute musste er sich entscheiden. Wir hoffen, dass sich beide Klubs am Montag oder Dienstag einigen. Für uns liegt seine Zukunft in Paris."

Wirbel um Absage von China-Tour

Als wäre das nicht schon Wirbel genug, gab es am Freitag Ärger um eine angebliche Absage einer Reise nach China. Neymar hatte allerdings nur ein Event abgesagt, die PR-Reise wird er nachholen.

Laut der französischen L'Equipe reist der Brasilianer für eine Kleidungsfirma, die Werbepartner von Barcelona ist, nach Fernost. Ein Reiseveranstalter hatte mit einem Meet and Greet mit Neymar geworben haben für 25 Euro pro Person - allerdings ohne Zustimmung des 25-Jährigen.

Eine Begründung für die Absage des vermeintlichen Fan-Treffens, die die verantwortliche Online-Agentur Ctrip am Freitagmittag veröffentlichte, hatte zwischenzeitlich die Spekulationen um einen Wechsel Neymars zu PSG zusätzlich angeheizt: "Neymar und sein Klub sind aktuell mit Transferangelegenheiten beschäftigt und sie können nicht garantieren, dass sie am 31. Juli in Schanghai eintreffen. Daher haben wir uns entschlossen, das Fanmeeting abzusagen."

Doch diese Aussage des Veranstalters ist laut des Berichts falsch. Das Unternehmen hatte lediglich ohne der Zustimmung von Neymar oder dessen Berater mit einem Fan-Treffen geworben. Die Personen, die ein Ticket für das geplatze Meet and Greet mit dem Brasilianer hatten, bekamen ihr Geld zurück.

Barca-Boss schließt Wechsel nicht aus

Der Ausnahmekönner steht angeblich vor einem 222-Millionen-Euro-Wechsel nach Paris. Während er selbst sich nach wie vor in Schweigen hüllt, hat Barcelonas Präsident Josep Maria Bartomeu nicht ausgeschlossen, dass Neymar wechselt.

"Wenn Spieler entscheiden, dass sie gehen wollen, können sie das entscheiden. Aber wir in Barcelona wollen und brauchen ihn", sagte Bartomeu in der New York Times.

Im bis 2021 laufenden Vertrag des Ballkünstlers ist eine Ausstiegsklausel in Höhe von 222 Millionen Euro verankert. PSG soll bereit sein, diese zu zahlen. 

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