Das Spiel von Atletico Madrid in La Coruna gerät wegen eines Horror-Crashs von Fernando Torres zur Nebensache. Am Tag darauf gibt es gute Nachrichten.

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Entwarnung um Fernando Torres von Atletico Madrid: Der spanische Stürmer-Star hatte nach seinem Horror-Crash eine "gute Nacht" und bezeichnete den Sturz selbst nur als "Schreck".

Beim 1:1 (0:1)-Remis des Champions-League-Achtelfinalisten im Auswärtsspiel gegen Deportivo La Coruna hatte Torres nach einem Luftzweikampf mit Gegenspieler Alex Bergantinos in der 85. Minuten das Bewusstsein verloren und war mit dem Kopf brutal auf den Rasen.

Sofort stürmten Ärzte und Spieler zu dem 32-Jährigen, brachten ihn in die stabile Seitenlage und verhinderten, dass seine Zunge in den Rachen rutschte.

Schädel-Hirn-Trauma: Torres "stabil"

Der Schock war jedem im Estadio Riazor ins Gesicht geschrieben, bei Atletico-Verteidiger Jose Gimenez liefen sogar Tränen. Nach minutenlanger Behandlung wurde der noch immer bewusstlose Torres mit einer Halskrause vom Feld getragen. In den Katakomben kam er schließlich wieder zu Bewusstsein und konnte sprechen.

Einer ersten Diagnose zufolge erlitt er ein Schädel-Hirn-Trauma. Eine zweite ergab, dass er keine bleibenden Schäden davontrug. Der medizinische Stab erklärte am Freitagmorgen, dass Torres eine "gute Nacht" hatte und sich letzten Tests unterziehen wird. Bereits zuvor hatte Atletico vermeldet, dass er bei "Bewusstsein und klar" sei.

Torres selbst meldete sich in der Nacht via Twitter zu Wort. "Vielen Dank an alle, die sich Sorgen gemacht haben und mir Genesungswünsche geschickt haben. Es war nur ein Schock", so Torres. "Ich hoffe, schnell zurückzukommen."

"Er ist stabil", sagte auch Linksverteidiger Filipe Luis kurz nach Abpfiff bei beIN Sports: "Es war eine hässliche Szene, unschön mit anzusehen. Leider passieren solche Dinge im Fußball. Hoffentlich erholt sich Fernando schnell. Er ist einer der besten Personen, die ich kenne."

Simeone: "Wir hatten Angst"

Atletico-Coach Diego Simeone berichtete: "Wir hatten das Gefühl, den Aufprall seines Kopfes auf den Boden von der Bank aus zu hören. Wir hatten Angst und sind auch jetzt noch beunruhigt. Möge er schnell wieder gesund werden."

Von allen Seiten kamen Genesungswünsche, wie etwa von Torres' Ex-Klubs FC Liverpool und FC Chelsea.

Atletico muss nach dem 1:1 bei Abstiegskandidat La Coruna nicht nur um seinen Goalgetter, sondern auch um die Champions-League-Ränge bangen.

Mit 46 Punkten liegen die Madrilenen auf Platz vier einen Punkt vor Real Sociedad San Sebastian auf Europa-League-Rang fünf. 

Der Rumäne Florin Andone (13.) brachte die Gastgeber in Führung, ehe Vize-Europameister Antoine Griezmann (68.) mit einem Traumtor aus rund 25 Metern ausglich. Nach dem Torres-Schock entschied Referee Carlos Clos Gomez auf sieben Minuten Nachspielzeit. Doch der Favorit rappelte sich nicht mehr auf. 

Griezmann-Traumtor reicht Atletico nicht

"Es war sehr schwierig, sich am Ende noch auf das Spiel zu konzentrieren", räumte der Brasilianer Luis ein. Nach der 1:2 (0:0)-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen den FC Barcelona war es bereits Madrids zweites siegloses Spiel in Serie.

La Coruna bleibt durch das Remis auf Platz 17 und hat mit 20 Zählern einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Diego Simeone: "Wir hatten Angst und sind auch jetzt noch beunruhigt" © Getty Images

Atleticos nächste Gegner sind am Sonntag der FC Valencia und sechs Tage später der FC Granada, bevor am 15. März Bayer Leverkusen zum Rückspiel im Achtelfinale der Königsklasse in die spanische Hauptstadt reist. Das Hinspiel hatte Madrid bei der Werkself mit 4:2 (2:0) gewonnen - auch dank eines Treffers von Torres.

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