Gerard Pique kümmert sich nach Barcas Ausrutscher in Villarreal nicht um die eigene Leistung, sondern legt im Schiri-Zoff gegen Liga-Boss Javier Tebas nach.

Nächste Episode im Krach um Gerard Pique und die Schiedsrichter.

Nachdem der Verteidiger des FC Barcelona in der vergangenen Woche eine Verschwörung gewittert hatte, nahm er sich nun offenbar Liga-Präsident Javier Tebas persönlich vor.

Nach dem 1:1 zwischen dem FC Villarreal und Barca lief Pique mit erhobenem Finger Richtung Ehrentribüne und fasste sich immer wieder ans Auge.

Referee verweigert Barca Elfmeter

"Hast du das gesehen? Ja, du, hast du das gesehen?", wurde der 29-Jährige von RAC1 zitiert. Auf die Frage, an wen seine Botschaft gerichtet gewesen sei, erklärte Pique lediglich: "Derjenige weiß es."

Allem Anschein nach war es Tebas, der die Partie von der Tribüne aus verfolgt hatte - genau genommen allerdings der falsche Ansprechpartner für Piques Klagen ist. Denn über die Schiedsrichteransetzungen entscheidet nicht die Liga, sondern der spanische Verband.

Dem Mann von Sängerin Shakira war es egal, er echauffierte sich erneut über die Leistung eines Unparteiischen. Ignacio Iglesias hätte in der Tat zweimal auf den Punkt zeigen können, nachdem Bruno Soriano in zwei Situationen den Ball im Strafraum mit der Hand gespielt hatte.

Andererseits pfiff er (korrekterweise) den Freistoß, den Lionel Messi kurz vor Schluss zum Ausgleich nutzte und stellte Villarreals Jaume Costa mit Gelb-Rot vom Platz.

Rundumschlag nach Bilbao-Pleite

Vor wenigen Tagen hatte Pique nach der 1:2-Niederlage in Bilbao zu einem Rundumschlag gegen die Schiedsrichter angesetzt: "Wir wissen schon, wie das läuft. Wir haben doch alle gesehen, was beim Spiel zwischen Real und Sevilla passiert ist."

Die Königlichen hatten beim 3:0-Heimsieg gegen die Andalusier am Vortag unberechtigterweise einen Elfmeter zugesprochen bekommen. "Wir wollen Fußball spielen und nicht Roulette. Genau das verursachen die Schiedsrichter. Ich hoffe, dass sie ihr Niveau schleunigst steigern", sagte Pique.

Außerdem beklagte er, dass den Katalanen auch gegen Bilbao zwei Strafstöße verweigert worden seien.

Barcelona liegt mittlerweile nur noch auf Platz drei der Primera Division - fünf Punkte hinter Real Madrid, das zudem ein Spiel weniger absolviert hat.

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