Schluss: Angel Maria Villar Llona ist nicht mehr Vizepräsident der Uefa
Schluss: Angel Maria Villar Llona ist nicht mehr Vizepräsident der Uefa © Getty Images

Angel Maria Villar Llona gibt alle Ämter bei der UEFA ab. Sein Amt bei der FIFA behält er. Der Spanier befindet sich derzeit wegen Korruptionsvorwürfen in Haft.

Spaniens Verbandschef Ángel María Villar Llona, der sich wegen Korruptionsvorwürfen in Haft befindet, hat seine Ämter bei UEFA mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Dies teilte die UEFA am Donnerstag mit.

"UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat das Kündigungsschreiben von Herrn Villar Llona angenommen und ihm für seine langen Jahre im Dienste des europäischen Fußballs gedankt. Aufgrund des laufenden Gerichtsverfahrens in Spanien gibt die UEFA keine weiteren Stellungnahmen zu dieser Angelegenheit ab", hieß es in einer Mitteilung.

Villar Llona war bisher Vizepräsident der UEFA und Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees. Der 67-Jährige war in der vergangenen Woche gemeinsam mit seinem Sohn Gorka, bis Sommer 2016 Generalsekretär des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL, und weiteren hochrangigen Funktionären festgenommen worden.

Der 67-Jährige, auch Vizepräsident des Weltverbandes FIFA, wollte sich gegen Kaution freikaufen, dies wurde aber durch den zuständigen Richter Santiago Pedraz untersagt. Als Grund führte der Richter das hohe Fluchtrisiko wegen der "gewaltigen finanziellen Mittel" und die Gefahr der Beweisvernichtung an. Vom Exekutivkomitee des Obersten Nationalen Spanischen Sportrats CSD war der Funktionär bereits für ein Jahr suspendiert worden.

Villar Llona, der viele Jahre lang als großer Strippenzieher im internationalen Fußball galt, ist seit 1988 Präsident des spanisches Verbandes. Nach der Suspendierung von Michel Platini amtierte er in der UEFA knapp ein Jahr lang als Interimspräsident, bis der Slowene Aleksander Ceferin im September vergangenen Jahres gewählt wurde.

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