Luka Modric hat in Kroatien Ärger mit der Justiz
Luka Modric hat in Kroatien Ärger mit der Justiz © Getty Images

Real-Star Luka Modric steht in seiner Heimat Kroatien vor Gericht. Der Champions-League-Sieger wird wegen vermeintlicher Falschaussage verhört.

Luka Modric, Mittelfeldspieler bei Champions-League-Sieger Real Madrid, ist in seiner kroatischen Heimat wegen vermeintlicher Falschaussage im Prozess gegen den Fußballpaten Zdravko Mamic vernommen worden.

Modric hat reines Gewissen

"Ich habe zu jeder Zeit die Wahrheit gesagt", sagte Modric in Osijek der staatlichen Nachrichtenagentur HINA. Der Kapitän der kroatischen Nationalmannschaft führte aus: "Ich habe ein reines Gewissen. Ich bin sicher, dass meine Unschuld bald erwiesen sein wird."

Im Korruptionsprozess gegen Mamic war Modric zuletzt selbst in den Fokus der Staatsanwaltschaft geraten. Der 31-Jährige wird verdächtigt, bewusst Falschaussagen im Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Mogul von Dinamo Zagreb getätigt zu haben.

Modric hatte mehrfach ausgesagt, dabei jedoch teilweise völlig unterschiedliche Inhalte von sich gegeben und Erinnerungslücken auch bei einfachen Fragen offenbart.

Schwere Anschuldigungen gegen Mamic

Zdravko Mamic wird vorgeworfen, den kroatischen Serienmeister Dinamo gemeinsam mit Bruder Zoran um mehr als 15 Millionen Euro betrogen zu haben. Auch beim kroatischen Staat sollen die Brüder rund 1,5 Millionen Euro Schulden haben.

Mit einer belastenden Aussage von Modric hätte der kroatische Staat Mamic womöglich verurteilen können.

Hauptsächlich geht es um einen Vertrag, den Modric im Jahr 2004 als Spieler von Zagreb unterschrieben haben soll. Darin wurden etwaige Modalitäten geregelt, die den Verein an zukünftigen Transfers von Modric mitverdienen lassen.

2015 hatte Modric noch behauptet, den Vertrag erst unterzeichnet zu haben, nachdem er bereits bei Tottenham Hotspur unterschrieben hatte (2008, d. Red.).

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