Für Gianni Infantino ist der Kampf gegen Diskriminierung sehr wichtig
FIFA-Präsident Gianni Infantino gerät langsam aber sicher in Erklärungsnot © Getty Images

Die Unterstützung seiner Kandidatur durch die UEFA bringt FIFA-Präsident Gianni Infantino in Erklärungsnot. Ohne Genehmigung erhielt er offenbar mehr Geld.

FIFA-Präsident Gianni Infantino gerät wegen der finanziellen Unterstützung seiner Kandidatur durch die UEFA möglicherweise in Erklärungsnot.

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass Infantino für seine Wahl-Kampagne weit mehr als die ihm zugesicherten 500.000 Euro erhalten haben soll. Von knapp einer Million Euro ist die Rede.

Das Geld, hatte Infantino noch als UEFA-Generalsekretär erklärt, sei dazu da, "um die Kosten für meine Reisen um die Welt zu übernehmen und etwas logistische Unterstützung zu bieten." Der Wahlkommission des Weltverbands FIFA gestand Infantino eine Unterstützung in Höhe von 500.000 Euro.

Infantino soll mehr Geld erhalten haben

Bei einer erneuten Kontrolle der damaligen Geldflüsse sei nun herausgekommen, dass Infantino ohne die Genehmigung des UEFA-Exekutivkomitees mehr Geld erhalten haben soll. Ein Betrag von 250.000 Euro soll kurzerhand vom UEFA-Finanzkomitee abgesegnet worden sein. Worauf die Zahlung des Restes basiert, ist noch unklar. 

Möglicherweise habe der Verband Infantino noch Geld geschuldet, weil dieser seinen Urlaub vor seiner Wahl zum FIFA-Präsidenten nicht in Anspruch genommen hatte. Sollte dies so sein, könnte das zu viel gezahlte Geld für die Kampagne damit verrechnet werden.

"In vollständiger Übereinstimmung mit allen relevanten Regularien", sagte Infantino auf Spiegel-Anfrage, sei die Finanzierung seiner Kampagne geschehen.

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