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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ist gegen eine Superliga © Getty Images

Eine europäische Superliga wird es laut UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin in seiner Amtszeit nicht geben. Die UEFA denkt über Luxussteuer auf Talente nach.

UEFA-Boss Aleksander Ceferin hat mit Entschiedenheit sämtlichen Plänen für eine europäische Fußball-Superliga eine Absage erteilt.

"Solange ich Präsident der UEFA bin, wird es keine Superliga geben. Es muss für jeden Verein den Traum geben, sich für die Champions League qualifizieren zu können", sagte der Slowene nach einer Tagung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) im portugiesischen Estoril.

In der jüngeren Vergangenheit hatten mehrere Spitzenklubs wiederholt die Einführung einer Superliga mit gesetzten Vereinen aus dem Establishment des kontinentalen Vereinsfußballs mehr oder weniger nachdrücklich ins Gespräch gebracht.

Vereinzelt kokettierte auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Branchenführer Bayern München mit dieser Idee, doch rückte er erst in der vergangenen Woche ausdrücklich von entsprechenden Überlegungen ab.

Ceferin kündigte nach der Konferenz in Estoril außerdem Maßnahmen gegen Auswüchse auf dem Transfermarkt bei der Jagd nach möglichst jungen Spielern an.

"Wir sollten nicht zulassen, dass die großen Klubs alle talentierten Spieler verpflichten und die kleinen Vereine dadurch erdrücken. Wir brauchen keine Angst zu haben, die Marktregeln zu ändern und Mechanismen wie eine Art Luxussteuer oder eine Begrenzung von Kadergrößen einzuführen", sagte der UEFA-Chef.

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