Schiedsrichter Felix Zwayer erklärt Spaniens Torhüter David de Gea seine Entscheidung © Imago

Im Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Spanien wird die neue Technik getestet - und hilft dem deutschen Schiedsrichter entscheidend.

Der Videobeweis hat im Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Spanien eine erfolgreiche Probe erlebt und den Spaniern zu einem 2:0-Sieg verholfen (TICKER zum Nachlesen).

Antoine Griezmann erzielte in der 48. Minute ein Kopfballtor für Frankreich. Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer gab den Treffer zunächst, wurde aber von Video-Assistent und Bundesliga-Referee Tobias Stieler per Funk verständigt, dass dem Tor eine Abseitsposition vorausging.

Beim Pass von Christophe Jallet stand Torvorbereiter Layvin Kurzawa im Abseits. Schiedsrichter Zwayer reagierte und annullierte den Treffer durch Griezmann. 

Kurze Zeit später verwandelte David Silva einen Elfmeter für die Gäste zur 1:0-Führung (68.) nach Foul von Laurent Koscielny am gerade eingewechselten Gerard Deulofeu.

Zweiter Einsatz des Videobeweises

Auch auf der spanischen Seite kam der Videobeweis zum Einsatz. In der 77. Minute war wieder Deulofeu im Mittelpunkt. Der Spanier traf nach Flanke von Jordi Alba, drehte sofort ab und feierte seinen ersten Länderspieltreffer ausgiebig. 

Der Rechtsaußen vom AC Mailand sah nicht, dass der Linienrichter die Fahne gehoben hatte. Doch wieder funkte Schiedsrichter Zwayer mit seinem Video-Assistenten, der außerhalb des Stadions in einem Kleinbus saß.

Wieder funktionierte die Technik. Der französische Innenverteidiger Samuel Umtiti hatte das Abseits aufgehoben - der Treffer zählte. Es war der 2:0-Endstand für Spanien.

In Spanien feierten die Zeitungen das Verfahren. Die Marca titelte "Der Videobeweis hat den Besseren geholfen" und AS befand "Spanien mag den Videobeweis".

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