Das sind die Anhänger von Bastian Schweinsteigers neuem Klub Chicago Fire © SPORT1-Grafik: Getty Images

Schweinsteigers neuer Klub ist hierzulande ein Buch mit sieben Siegeln. Chicago Fire? Eine Feuerwehr-Serie, aber doch kein Fußballklub! Kuriose Fakten zum MLS-Verein.

von , Stefan Moser

Bastian Schweinsteiger wechselt von Manchester United zu Chicago Fire. SPORT1 präsentiert kuriose Fakten zum neuen Klub des Weltmeisters:

Chicago Fire: Fußballprofi oder Feuerwehrmann?

Wenn sich Bastian Schweinsteiger demnächst bei seinen neuen Teamkollegen vorstellt, wird er vermutlich in unbekannte Gesichter blicken.

Patrick Doody? Nie gehört. Jesse Spencer? Schon eher. Nun ist es aber so, dass Letzterer nicht kickt, sondern die Hauptrolle in der gleichnamigen TV-Serie "Chicago Fire" spielt.

Dort riskieren die Feuerwehrmänner und Rettungssanitäter des "Firehouse 51-Departments" ihr Leben - und das schon seit dem Start im Jahr 2013.

Zumindest den Namen von Fire-Trainer Veljko Paunovic könnte Schweinsteiger schon mal gehört haben. Sechs Bundesligaspiele für Hannover 96 im Jahr 2005 stehen bei ihm auf dem Zettel.

Wer aber gehört zum Fußballklub, und wer gehört zur TV-Serie? Machen Sie den Test!

Schweinsteigers Gehalt verschluckt den Rest-Kader

Auch wenn Schweinsteiger bei seinem Gehalt ordentliche Abstriche gegenüber dem Salär von ManUnited machen muss, so ist er dennoch mit meilenweitem Vorsprung Bestverdiener bei seinem neuen Klub.

Der Einjahresvertrag von Chicago Fire soll dem Weltmeister umgerechnet 4,2 Millionen Euro bringen - damit übersteigt sein Salär die Gehälter aller seiner Kollegen zusammengenommen.

Weil sich die Geahltsobergrenze in der MLS auf umgerechnet 445.000 Euro beläuft - und es nur drei Ausnahmen pro Team geben darf - sind Ungleichheiten programmiert.

Bastian Schweinsteigers Gehalt übersteigt die Gesamt-Gehälter seiner Kollegen © iM Football

Im Fall der Chicago Fire: Mit 3,6 Millionen Euro bekommt der gesamte Rest des Kaders 600.000 Euro weniger als Schweinsteiger.

So sieht man sich wieder

Bastian Schweinsteiger trifft mit Paul Zipser auf einen alten Vereinskollegen. Der Basketballprofi startet in Chicago gerade bei den Bulls durch und hatte schon einige Einsätze in der Starting Five.

Zwei Jahre lang (von 2013 bis 2015) kreuzten sich die Wege der beiden Stars beim FC Bayern München. Schweinsteiger als bekennender Basketballfan wird sich bestimmt das eine oder andere Bulls-Spiel anschauen.

Paul Zipser steht bei den Chicago Bulls unter Vertrag © Getty

Womit wir wieder beim Gehalt sind: Auch wenn NBA-Stars in den USA im Schnitt wesentlich mehr verdienen als Fußballprofis, so steckt Schweinsteiger seinen Ex-Klubkollegen locker in die Tasche. Zipser kassiert derzeit knapp eine Millionen Dollar pro Saison.

Im Vergleich mit anderen Sportprofis aus Chicago wirkt aber sogar Schweinsteiger fast schon wie ein armer Schlucker. Bulls Star Dwyane Wade bekommt jährlich 23,2 Millionen Dollar überwiesen, der Baseballer Jason Heyward von den Cubs sogar 28,17 Millionen.

Engagierte Ultras, uncharmanter Name

Bereits kurz nach der Gründung der Chicago Fire vor 20 Jahren gab es eine Ultra-Bewegung, was für amerikanische Verhältnisse eher unüblich ist. Mit den "Ultras 98" sorgt sogar eine polnische Gruppierung für Stimmung im Stadion.

Ein Bereich der Nordkurve des Toyota Parks, in der die heißblütigsten Fire-Fans zu finden sind, wird als "Section 8" bezeichnet. Einerseits, weil sich schon früher die Anhänger in diesem Bereich trafen, was eher nüchtern klingt.

Die zweite Version klingt aufregender, aber gleichzeitig auch uncharmant: "Section 8" ist die amerikanische Militärbezeichnung für Soldaten, die wegen mangelnder geistiger Eignung entlassen wurden.

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