Martin Odegaard kam bei Real Madrids Profis nur zu zwei Einsätzen © Getty Images

Martin Odegaard kommt beim SC Heerenveen häufig zum Zug, tut sich in den Niederlanden aber noch schwer. Ex-BVB-Profi Andre Bergdölmo wundert das nicht.

Zehn Einsätze, zwei Torvorlagen - keine allzu schlechte Bilanz für einen 18-Jährigen, der erst drei Monate in einer Profi-Liga spielt.

Vom einem einst als Wunderknaben gepriesenen Kicker wie Martin Odegaard hätte der eine oder andere Beobachter der niederländischen Eredivisie aber wohl mehr erwartet. 

Einer ist definitiv nicht überrascht, dass sich die Leihgabe von Real Madrid beim SC Heerenveen noch schwer tut und Zeit braucht: Andre Bergdölmo.

Der Ex-Nationalspieler von Norwegen und frühere Profi von Odegaards Heimatklub Strömsgodset IF sowie Bundesligist Borussia Dortmund glaubt, dass die fußballerische Entwicklung seines Landsmanns seit dessen Wechsel zu Real im Januar 2015 stehen geblieben ist.

"Bei Strömsgodset drehte sich alles um Odegaard, neun Feldspieler arbeiteten für ihn. In Reals zweiter Mannschaft wurde es ein wenig besser, aber der erste Klub, bei dem er wirklich etwas über Profifußball lernt, ist Heerenveen", übte Bergdölmo in der niederländischen Zeitung Algemeen Dagblad leise Kritik an dem Umgang der Königlichen mit dem Offensiv-Juwel.

Heerenveen als "positiver Schritt"

In Madrid habe Odeggard nur seine Statur verbessert, aus fußballerischer Sicht sei die in der dritten spanischen Liga angesiedelte Real-Reserve aber keine angemessene Herausforderung für ihn gewesen, meinte der heutige Assistenztrainer beim norwegischen Zweitligisten Ullensaker/Kisa IL weiter.

War Real also die falsche Entscheidung für Odegaard? "Das weiß ich nicht", sagte Bergdölmo, "er hatte ja viele Angebote. Aber jeder Junge träumt davon, mit den besten Spielern der Welt zu trainieren - und er ist ja auch noch jung."

Odegaard ist bis Juni 2018 an Heerenveen ausgeliehen. "Ein positiver Schritt", findet Bergdölmo, denn dort stehe der Linksfuß auch nicht so sehr im Fokus wie in Spanien und könne sich "täglich auf hohem Niveau" zeigen.

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