FBL-BELGIUM-SPORT-MERIT-BUYTEN
Daniel van Buyten ist bei Standard Lüttich als Berater des Präsidenten ausgeschieden © Getty Images

Der Ex-Bayern-Spieler fällt in seiner Heimat in Ungnade. In seinem Berater-Job bei Standard Lüttich soll er daneben gelangt haben. Ein Ex-Jugendleiter erhebt Vorwürfe.

Keine guten Nachrichten für Ex-Bayern-Star Daniel van Buyten.

Der Belgier wurde in seiner Heimat bei Standard Lüttich als Berater von Präsident Bruno Venanzi abgesetzt. Nun werden schwere Vorwürfe gegen den 39-Jährigen laut. Axel Lawaree, bis 2016 Jugendleiter bei Standard, prangerte van Buyten an. Der belgischen Zeitung Sportmagazine sagte er: "Es war wie im Bordell. Er ließ Spieler zum Test kommen, ich sah Rechnungen von Flugzeugen, Hotels, Beraterkommissionen und ich bekam nie etwas zu sehen, das ich verantworten konnte."

Van Buyten war erst im Oktober 2015 als Berater eingestellt wurden, um dem Präsidenten des belgischen Klubs bei diversen Entscheidungen zu helfen. Lawaree ist nicht der einzige, der dem Ex-Profi Verfehlungen bei der Transfer- und Personalpolitik vorwirft. Auch mit Sportdirektor Olivier Renard soll sich van Buyten überworfen haben. Anfängliche Streitereien sind dem Vernehmen nach in einen Machtkampf ausgeartet.

Offenbar eine entscheidende Rolle gespielt hat dabei van Buytens Manager Christophe Henrotay. Der soll Medienberichten zufolge versucht haben, im Jugendbereich von Lüttich Spieler anzuwerben. Das stieß Renard freilich übel auf.

Am Ende hat van Buyten offenbar einem Rücktritt zugestimmt. Dem kicker sagte er: "Ich bin nicht als Statist hier. Warum sollte ich weiter machen, wenn man meine Ratschläge nicht befolgt?" Der Belgier ist sicher, dass sein Abschied für Ruhe sorgen wird, "denn die hat Standard nötig." Laut kicker will van Buyten nun seinen A-Trainerschein machen.

Weiterlesen