Chile v Germany - 25th IHF Men's World Championship 2017
Uwe Gensheimer traf bisher jeden seiner Siebenmeter bei der WM © Getty Images

Rouen - Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zeigt bei der Handball-WM seine Leader-Qualitäten und überzeugt trotz des Schicksalsschlags mit seiner Nervenstärke.

Uwe Gensheimer hat auch im zweiten Spiel der deutschen Handballer bei der WM in Frankreich seine beeindruckende Nervenstärke unter Beweis gestellt.

Zwar durfte beim 35:14-Kantersieg gegen Aufbaugegner Chile sein Backup Rune Dahmke (sieben Treffer) ran und der Kapitän kam nur für die Siebenmeter aufs Feld. Seine vier Versuche verwandelte er jedoch allesamt traumhaft sicher.

Damit steht der Star-Linksaußen von Paris Saint-Germain, der die Torschützenliste der französischen Liga anführt, nun bei zwölf verwandelten Strafwürfen bei zwölf Versuchen und einer Gesamt-Wurfquote von 89 Prozent.

Mit 13 Treffern hatte Gensheimer beim WM-Auftakt überragt, obwohl er nach dem Tod seines Vaters keine 24 Stunden vor dem Anwurf erst zum Team gestoßen war. In den kommenden Tagen wird er noch einmal zur Beerdigung nach Deutschland fahren.

Beim Blick auf die Turnierstatistik beeindrucken auch die deutschen Torhüter. Nach Silvio Heinevetters Gala gegen Ungarn (39 Prozent gehaltene Bälle), setzte Andreas Wolff gegen Chile mit 53 Prozent Fangquote noch einen drauf – wenn auch gegen einen deutlich schwächeren Gegner. 

Ebenfalls bärenstark: Linkshänder Kai Häfner mit 10 Toren bei 14 Versuchen und damit für einen Rückraumspieler exzellenten 71 Prozent Trefferquote.

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