Germany v Romania - International Handball Friendly
Heiner Brand sorgt sich nicht um die Zukunft der Nationalmannschaft © Getty Images

Nach dem bitteren WM-Aus gegen Katar sieht der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand in der Niederlage auch eine Chance. Die Mannschaft werde "daraus lernen".

Den ehemaligen Handball-Bundestrainern Heiner Brand und Martin Heuberger ist trotz des unerwarteten WM-Ausscheidens um die Nationalmannschaft nicht bange.

"Die Mannschaft hat sicher noch sehr gute Zeiten vor sich", sagte Weltmeister-Spieler und -Coach Brand dem SID am Montagmorgen nach dem ernüchternden Aus der Europameister im WM-Achtelfinale in Paris gegen Katar.

Der Gummersbacher stand angesichts der Pleite aber noch immer etwas unter Schock. "Das verfolgt einen schon noch", sagte Brand. Er habe "mit allen Dingen gerechnet, nur damit nicht. Ich dachte, für die Mannschaft fängt die WM erst im Viertelfinale richtig an."

Niederlage als Chance

Eine solche Niederlage sei aber auch immer "eine Chance". Die Mannschaft "wird daraus lernen", sagte der ehemalige Weltklasse-Kreisläufer. Neben Torwart Andreas Wolff hat ihn vor allem ein Mannschaftsteil begeistert: "Die Abwehr ist absolut klasse, so eine hat keine andere Mannschaft."

Mit diesem wichtigen Baustein als Fundament könne die deutsche Mannschaft auch künftig Erfolge erringen. Allerdings, so Brand, "muss sich das Positionsspiel im Angriff verbessern. Das reichte gegen Katar eben nicht."

Auch Martin Heuberger sieht bei aller Enttäuschung die Möglichkeiten für die Bad Boys. "Wenn man wirklich dauerhaft im Konzert der Großen mitspielen möchte, dann gehört sowas auch dazu, auch so ein Rückschlag, den man aber verarbeiten muss, damit es beim nächsten Mal besser klappt", sagte der 52-Jährige beim SWR.

Er glaube nach wie vor an das Team um Kapitän Uwe Gensheimer. "Die Mannschaft hat Potenzial. Sie ist noch in der Entwicklung. Deshalb sind solche Rückschritte normal", sagte Heuberger.

Aber es sei halt ein Unterschied, ob man bei einer Europamannschaft starte, wo man keine Favoritenrolle habe – und jetzt habe man sich den Druck selbst aufgebaut. Heuberger: "Damit zurechtzukommen, das zeichnet eben große Mannschaften aus."

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