Im Halbfinale von Rio waren Nikola Karabatic (M.) und seine Franzosen noch etwas zu stark für Julius Kühn (r.) und Co.
Im Halbfinale von Rio waren Nikola Karabatic (M.) und seine Franzosen noch etwas zu stark für Julius Kühn (r.) und Co. © Getty Images

Rouen - Noch ist der Einzug ins Achtelfinale nicht perfekt, da schaut Rückraum-Ass Julius Kühn schon voraus auf ein mögliches Halbfinale. Dort will er eine Rechnung begleichen.

Deutschlands Rückraum-Ass Julius Kühn würde bei der Handball-Weltmeisterschaft (alle deutschen Spiele auf im LIVESTREAM auf handball.dkb.de und im  im LIVETICKER) nur zu gerne den Traum der Franzosen vom Titel im eigenen Land zerplatzen lassen.

"Ich bin eigentlich nicht der Typ, der allzu weit vorausschaut, aber Frankreich auf französischem Boden zu schlagen, wieder in einem Halbfinale, das wäre eine großartige Revanche", sagte Kühn in einem Interview auf der Website des Veranstalters: "Das im Hinterkopf zu haben ist eine top Motivation, um die Gruppe in Rouen zu gewinnen. Wir haben mit Frankreich noch eine Rechnung offen", so Kühn (Hier geht's zum Spielplan der Handball-Weltmeisterschaft).

Sollten Deutschland und Frankreich jeweils Gruppensieger werden, käme es im Halbfinale von Paris zum Aufeinandertreffen, wenn nicht einer der beiden Titelaspiranten vorher die Segel streicht.

Die Franzosen, deren Goldene Generation um Thierry Omeyer ihr letztes großes Turnier bestreitet, hatten dem DHB-Team bei Olympia in Rio de Janeiro im Halbfinale mit einem Tor in letzter Sekunde den Einzug ins Endspiel verwehrt.

Im Frühjahr 2016 in Polen war der Gummersbacher Kühn noch als Nachrücker am sensationellen EM-Triumph beteiligt. Mittlerweile gehört er nach dem steilen Aufstieg zum festen Stamm der Nationalmannschaft.

"Das Jahr 2016 war atemberaubend für mich", sagte der 23 Jahre alte Halblinke mit dem gewaltigen Wurf: "Wenn ich einen Wunsch für 2017 frei hätte, wäre das, dass das Jahr 2017 genauso erfolgreich wird wie das letzte - mit einer Ausnahme: der unglücklichen Niederlage im Olympia-Halbfinale gegen Frankreich."

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