Germany v Hungary - 25th IHF Men's World Championship 2017
Die Spiele der deutschen Handballer bei der WM in Frankreich sind nur im Livestream zu sehen © Getty Images

Die DKB hat kein Interesse an Stream-Übertragungen von der Heim-WM 2019, das aktuelle Projekt bleibt wohl einmalig. Die Rechtelage für die Zukunft ist vollkommen offen.

Mit der Übertragung von WM-Spielen auf der eigenen Internetseite hat die Deutsche Kreditbank (DKB) beim Turnier in Frankreich für ein Novum gesorgt - es soll für das Kreditinstitut jedoch ein einmaliger Ausflug bleiben.

Eine Wiederholung bei der WM in zwei Jahren in Deutschland und Dänemark sei nicht geplant, sagte DKB-Chef Stefan Unterlandstättner der dpa. "Da haben wir keine Ambitionen", erklärte Unterlandstättner.

610.000 Stream-Zuschauer in der Spitze

Zuletzt hatte das Unternehmen auf SPORT1-Nachfrage noch erklärt, mit den Abrufzahlen von der WM in Frankreich "sehr zufrieden" zu sein.

Das deutsche Auftaktspiel gegen Ungarn hatten im Livestream 600.000 Zuschauer in der Spitze verfolgt, den bisherigen Bestwert stellte zuletzt die Partie gegen Weißrussland am Mittwochabend mit 610.000 Zuschauern in der Spitze auf.

Das entspricht jedoch nur einem Bruchteil der Zuschauer, die man im Free-TV hätte erreichen können. Zum Vergleich: Bei der EM 2016 hatte alleine das schwächste deutsche Vorrunden-Spiel 3,8 Millionen Zuschauer - im Schnitt.

Blackout bei Frauen-WM in Deutschland droht

Bleibt die Frage, wo künftig die Turnier-Spiele der deutschen Auswahlmannschaften zu sehen sein werden.

Auch für die Heim-WM der Frauen Ende des Jahres (1. bis 17. Dezember 2017) ist eine Übertragung im deutschen Fernsehen derzeit noch vollkommen offen.

Wie auch bei der Männer-WM liegen die Übertragungsrechte für das Turnier in Deutschland bei beIN SPORTS aus Katar, es droht ein neuer Blackout. "Eine schwarze Mattscheibe wäre ein riesiger Schaden für den Frauen-Handball", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning im Interview mit der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten.

Für die Weltmeisterschaften sowohl der Männer als auch der Frauen ab 2018 sind die Rechte bisher noch nicht vergeben. beIN Sports hat jedoch auch daran bereits Interesse angemeldet.

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