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Christian Dissinger (l.) verletzte sich bei den olympischen Spielen 2016 schwer © Getty Images

Christian Dissinger bereut seine Pause in der Nationalmannschaft nicht. Sein Körper bedanke sich für die Auszeiten. Eine Rückkehr ins DHB-Team schließt er aber nicht aus.

Christian Dissinger genießt die Auszeit in der Handball-Nationalmannschaft und lässt seine Zukunft offen. "Ich bin glücklich darüber, dass ich diese Entscheidung so getroffen habe", sagte der Rückraumspieler vom deutschen Rekordmeister THW Kiel dem Mannheimer Morgen: "Sie war wichtig und richtig für mich – und für meinen Körper."

Dissinger (25) hatte sich im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro schwer verletzt und daraufhin eine Pause in der Nationalmannschaft bis zum Sommer angekündigt, um sich voll auf den THW zu konzentrieren. "Ich stehe nach wie vor zu 100 Prozent hinter diesem Entschluss. Was nach dem Sommer ist, werden wir sehen", so Dissinger.

Grundsätzlich ist der Europameister einer Rückkehr nicht abgeneigt. "Zuerst muss ich überhaupt erst mal eine Leistung bringen, welche meinen Einsatz im Nationalteam rechtfertigen würde. Wenn man gut genug und dazu noch fit ist, dann ist es immer eine Ehre, für Deutschland zu spielen", meinte der gebürtige Ludwigshafener: "Momentan bin ich glücklich mit der aktuellen Situation, weil ich meine Pausen bekomme."

Dissinger kritisierte erneut den engen Terminkalender: "Nicht viele Körper sind dafür geschaffen, alle drei Tage Höchstleistung in einem sehr intensiven Sport zu bringen. Das geht eigentlich gar nicht", so Dissinger. Viele würden glauben, "wenn man zwischen den Spielen drei Tage Pause hat, sei das Regeneration. Aber das sind meist Reisepausen – und das ist bestimmt keine Regeneration."

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