Steffen Fäth spielt ab Sommer bei den Rhein-Neckar Löwen
Steffen Fäth (r.) spielt ab Sommer bei den Rhein-Neckar Löwen © Getty Images

Die deutschen Handballer sind vor dem Start der WM in Frankreich optimistisch und nehmen den Titel ins Visier. Der Druck sei aber nicht größer als sonst.

Wie die Zeiten sich ändern: Als Andreas Wolff vor der Europameisterschaft 2016 vom Titelgewinn sprach, wurde er für seine forschen Aussagen noch belächelt. Kurz vor dem Start der WM in Frankreich (ab Mittwoch im LIVETICKER) redet längst nicht mehr nur der extrovertierte Torhüter vom großen Wurf.

Rückraum-Ass Steffen Fäth sagte nach dem überzeugenden Auftritt bei der Generalprobe gegen Österreich: "Wir fahren nach Frankreich und wollen erst einmal gut durch die Vorrunde kommen. Aber natürlich ist es ein Ziel, die Goldmedaille zu gewinnen."

Insgesamt ist deutlich zu spüren, wie sehr das Selbstbewusstsein der deutschen Handballer nach dem famosen Jahr 2016 mit dem EM-Titel in Polen und Olympia-Bronze in Rio de Janeiro angewachsen ist. Allerdings schränkte Fäth ein: "Es gibt es auch andere starke Mannschaften. Und in der K.o.-Runde entscheidet dann auch manchmal die Tagesform."

Im Gegensatz zur EM wird bei der WM nach der Vorrunde mit je sechs Gruppenteilnehmern direkt ein Achtelfinale gespielt.

Kroatien und Ungarn seien die wohl stärksten Gegner in Gruppe C, aber auch die anderen Teams sollte man nicht unterschätzen, so der 26-jährige Fäth von den Füchsen Berlin, der ab dem Sommer wieder für die Rhein-Neckar Löwen auflaufen wird.

Aufgrund der gestiegenen Ambitionen gibt es für ihn keinen Grund, die nötige Lockerheit zu verlieren. "Wir fahren mit Selbstbewusstsein zur WM, haben aber nicht mehr Druck als sonst auch", so Fäth.

Bundestrainer Dagur Sigurdsson sieht seine Mannschaft unter den Top Sechs der Welt, nicht wenige Experten zählen die DHB-Auswahl aber neben Gastgeber Frankreich und Olympiasieger Dänemark zu den heißesten Titelkandidaten.

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